Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Unternehmer Geerkens belastet Wulff

Neue Details über umstrittenen Privatkredit

Christian Wulff im Okular einer Fernsehkamera (picture alliance / dpa / Jochen Lübke)
Christian Wulff im Okular einer Fernsehkamera (picture alliance / dpa / Jochen Lübke)

Bundespräsident Christian Wulff gerät in Erklärungsnot: Laut einem Bericht des "Spiegel" hat er das 500.000-Euro-Darlehen womöglich von dem Unternehmer Egon Geerkens selbst erhalten - und nicht von dessen Frau, wie Wulff behauptet. Die Anwälte des Staatsoberhaupts widersprechen.

In der Diskussion über den umstrittenen Privatkredit für Christian Wulff steht nun Aussage gegen Aussage. Der Unternehmer und Wulff-Freund Egon Geerkens sagte dem "Spiegel", er selbst habe mit dem CDU-Politiker über das 500.000-Euro Darlehen verhandelt. Zwar sei die Zahlung des Privatkredits über ein Konto seiner Frau erfolgt, für dieses Konto habe er allerdings eine Vollmacht, heißt es in dem Bericht. Über seine Anwälte ließ Wulff dagegen erneut mitteilen, der Kredit sei von der Frau des Unternehmers gekommen.

2010 hatte Wulff als Ministerpräsident die Anfrage der Opposition im niedersächsischen Landtag, ob er Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmer Egon Geerkens unterhalte, verneint. Dass dessen Gattin mit ihm einen privaten Vertrag über einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro abgeschlossen hatte, erwähnte er damals nicht.

In einer Erklärung räumte Wulff am Donnerstag Fehler ein. "Es wäre besser gewesen, wenn ich auf die Anfrage der niedersächsischen Abgeordneten im Landtag über die konkreten Fragen hinaus auch diesen privaten Vertrag mit Frau Geerkens erwähnt hätte, denn in der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen", schrieb der Bundespräsident in einer Stellungsnahme.

Mehr zum Thema bei dradio.de:

FAZ-Journalist sieht Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten beschädigt

CSU-Rechtsexperte Geis zweifelt nicht an der Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 11:05 Uhr Interview der Woche

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 11:05 Uhr Deutschlandrundfahrt

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

RusslandDie Rückkehr eines Imperiums

Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Rede zur Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau (AFP / ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

Beobachten wir gerade die Rückkehr des russischen Imperiums? Diese Frage treibt derzeit viele Menschen um. Auch Leonid Luks, emeritierter Professor für Osteuropageschichte an der Katholischen Universität Eichstädt. Mithilfe seiner Expertise liefert er interessante Einblicke.

NSA-BND-AffäreDer Teflon-Hosenanzug wird dünner

Angela Merkel im Bundestag. (picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka)

Die Affäre um die Zusammenarbeit von NSA und BND sei keine Staatskrise, kommentiert Dieter Wonka von der "Leipziger Volkszeitung" für den DLF. Sie ziele auf das Kanzleramt. Zwar lasse sich Angela Merkels Nimbus nicht brechen, Vertrauen aber gehe verloren.

Vermisste Kinder"Zeit ist der wichtigste Faktor"

Der Schatten einer Familie, die sich an der Hand hält. (picture alliance / dpa / M. C. Hurek)

Schnell und koordiniert öffentlich fahnden ist entscheidend bei der Suche nach einem verschwundenen Kind, sagt Lars Bruhns, Vorsitzender der "Initiative Vermisste Kinder". Er fordert eine zentrale Spezialeinheit der Polizei nach polnischem Vorbild.

AfDWie sich eine Partei selbst zerfleischt

Der Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke (r.) und der AfD-Politiker Hans-Olaf Henkel (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Im Streit zwischen den Flügeln zeige die AfD ihr wahres Gesicht, kommentiert Stephan Richter vom "Flensburger Tageblatt" in seinem Gastkommentar für den DLF. Die Partei sei für die Spalter um Bernd Lucke und auch für seine Kontrahentin Frauke Petry nur Mittel zum Zweck.

KonvertitenAus Abolfazl wird Alex

Gottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz, in der neue Gemeindemitglieder aus Iran und Afghanistan getauft werden. (dpa / picture alliance / Lukas Schulze)

In den vergangenen Jahren sind Tausende Iraner nach Deutschland geflohen. Immer mehr von ihnen wollen Christen werden. In der Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz werden inzwischen fast jede Woche Konvertiten getauft. Alex Amya ist einer von ihnen.

Nach neuen Eroberungen"IS ist gestärkt, auch propagandistisch"

Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen (dpa / Hannibal Hanschke)

Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, hat vor einem weiteren Erstarken der Terrormiliz "Islamischer Staat" gewarnt. Nouripour sagte im Deutschlandfunk, der IS plündere die Städte und löse so seine Geldprobleme.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nach Irland-Referendum:  Grüne fordern gleichgeschlechtliche Ehen in Deutschland | mehr

Kulturnachrichten

Schweden gewinnt den 60. Eurovision Song Contest | mehr

Wissensnachrichten

Wiederauferstehung  Italiener plant erste Kopf-Transplantation | mehr