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Ursula von der Leyen in aller Munde

Wer tritt die Köhler-Nachfolge an?

Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)
Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)

In der schwarz-gelben Koalition gibt es immer mehr Unterstützung für Arbeitsministerin Ursula von der Leyen als Nachfolgerin von Bundespräsident Köhler. Unions-Innenexperte Wolfgang Bosbach bezeichnete die Politikerin im Norddeutschen Rundfunk als hervorragende Kandidatin für das höchste Staatsamt. Sie sei in der Lage, dem Land Halt und Orientierung zu geben.

In Medienberichten hieß es, auch für Bundeskanzlerin Merkel sei Frau von der Leyen die Favoritin. Die FDP-Spitze steht offenbar ebenfalls hinter der Arbeitsministerin. Die CSU signalisierte, dass sie nicht nur Frau von der Leyen, sondern auch Bundestagspräsident Norbert Lammert oder Finanzminister Wolfgang Schäuble mittragen würde.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf einer Pressekonferenz in Berlin (AP)Wird Ursula von der Leyen bald erste Bundespräsidentin Deutschlands? (AP) Bundesratspräsident Jens Böhrnsen schaltete sich in die Diskussion mit ein und regte an, einen überparteilichen Nachfolger für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Köhler zu suchen. Die Besetzung sollte nicht das Ergebnis parteipolitischer Festlegungen sein, sagte der SPD-Politiker dem "Hamburger Abendblatt". Der Bremer Bürgermeister hat derzeit das Amt des Bundespräsidenten kommissarisch inne.

Der haushaltspolitische Sprecher der FDP, Otto Fricke, sagte im Deutschlandfunk, für die Koalition sei nicht das Parteibuch eines Kandidaten entscheidend, sondern seine Anerkennung in der Gesellschaft.

Grünen-Geschäftsführerin Steffi Steffi Lemke plädiert für eine Persönlichkeit, die von mehr als nur den Regierungsparteien getragen wird.
Was müssen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt mitbringen?

Das neue Staatsoberhaupt soll am 30. Juni von der Bundesversammlung gewählt werden. Das ist laut Verfassung der letztmögliche Termin - doch auch so wird die Zeit knapp. (Procedere der Bundespräsidentenwahl / Audio)

Diskussion geht weiter: Wer hatte Schuld?

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) spricht sich nach dem Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler dafür aus, den Kommunikationsstil im Politikbetrieb auf den Prüfstand zu stellen. "Wir sind ganz schnell im Urteil, wir sprechen alle von 'Fahnenflucht'. Mir wäre aber wichtig zu wissen, was wir denn zu dieser Fahnenflucht beigetragen haben."
Süssmuth: Köhler hat gängige Art der Politikkritik nicht mehr ertragen

Michael Naumann gibt der Bundesregierung die Schuld am Rücktritt von Horst Köhler - und wirft der Kanzlerin vor, eine "große, politische Macht-Schachspielerin" zu sein.
Ein Wort Merkels "hätte uns alle vor diesem Eklat bewahrt"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

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In der Debatte über Reformen und Einsparungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hätten die Intendanten umfangreiche Veränderungen vorgeschlagen, um den Beitrag möglichst lange zu stabilisieren, sagte Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, im Dlf. Von den Möglichkeiten im Online-Bereich dürften die Öffentlich-Rechtlichen aber nicht ausgenommen werden.

 

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