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Urteile im Brunner-Prozess gefallen

Langjährige Haftstrafen für Täter und Mittäter

Dominik Brunner starb am 12.09.2009 (Dominik-Brunner-Stiftung)
Dominik Brunner starb am 12.09.2009 (Dominik-Brunner-Stiftung)

Im Prozess um den Tod des Geschäftsmannes Dominik Brunner ist ein Urteil gefallen: Neun Jahre und zehn Monate Haft für den Haupt-, sieben Jahre für den Mittäter.

Das Münchner Landgericht hat heute im Prozess um den Tod des Geschäftsmannes Dominik Brunner das Urteil gesprochen. Der 19-jährige Haupttäter wurde wegen Mordes zu neun Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, der mitangeklagte 18-Jährige muss wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge für sieben Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide die Jugendhöchststrafe von zehn beziehungsweise acht Jahren gefordert.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Jugendlichen den Geschäftsmann im September 2009 an einer Münchner S-Bahn-Haltestelle geschlagen und getreten hatten, nachdem dieser sich schützend vor eine Gruppe Schüler stellte. Der 50-Jährige war kurz darauf an den Folgen eines Herzanfalls gestorben.

Der im Juli begonnene Prozess hatte sich über zwölf Verhandlungstage erstreckt.

Im Laufe des Prozesses hatte sich das öffentliche Bild über den Vorfall mehrfach verändert.

"Spiegel"-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen" sagte im Deutschlandfunk sinngemäß, die Staatsanwaltschaft habe von dem Vorfall anfangs ein anderes Bild gezeichnet,

"nämlich dass Herr Brunner sozusagen sich habe wehren müssen gegen diese Angeklagten, dass er unvermutet von denen überfallen worden sei und dass er alles richtig gemacht habe, und da kam dann ja auch diese Welle der Heldenverehrung auf. Im Verfahren merkte man dann plötzlich, hoppla, irgendwie das stimmt ja gar nicht. Er hat den ersten Schlag gesetzt."

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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