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US-Generalstabschef kritisiert WikiLeaks-Enthüllungen scharf

Geheime Dokumente zeigen problematische Rolle privater Sicherheitsfirmen

Ein Flugzeug der US-Luftwaffe über Kirkuk (AP)
Ein Flugzeug der US-Luftwaffe über Kirkuk (AP)

Die von der Internetplattform WikiLeaks <papaya:link href="http://wikileaks.org/" text="veröffentlichten Geheimdokumente des US-Militärs" title="veröffentlichten Geheimdokumente des US-Militärs" target="_blank" /> belegen auch die zweifelhafte Rolle privater Sicherheitsfirmen im Irak-Krieg.

Es habe an Koordinierung mit den Streitkräften gemangelt, berichtet die "New York Times" nach der Auswertung des Materials. Die Söldner hätten oft ohne große Unterschiede zu machen auf unbewaffnete einheimische Zivilisten, irakische Sicherheitskräfte, US-Soldaten und andere Sicherheitskräfte geschossen. Nur in wenigen Fällen seien sie zur Rechenschaft gezogen worden.

US-Generalstabschef Mike Mullen nannte die Veröffentlichung der geheimen Unterlagen verantwortungslos. Dadurch würden Menschenleben gefährdet. Zudem erhalte der Feind wertvolle Informationen, kritisierte Mullen.

Wikileaks-Gründer Julian Assange meinte dagegen, die Dokumente seien redaktionell so bearbeitet, dass niemand gefährdet werde. Es handele sich um klare Beweise für Kriegsverbrechen.

Sogenannte Whistleblower würden geheime Unterlagen der Plattform zuspielen, meint Journalist Peter Wechtering. (MP3-Audio) Häufig sei die Motivation dieser Insider moralische Bedenken und die Empörung.

Britischer Vize-Premier für Untersuchung der Vorwürfe in WikiLeaks-Dokumenten

Die Enthüllungen der Internetplattform WikiLeaks über den Irak-Krieg dürfen nach Ansicht des stellvertretenden britischen Premierministers Clegg nicht ignoriert werden. Das auch britischen Armeeangehörigen vorgeworfene Fehlverhalten wie Mord und Folter müsse ordentlich untersucht werden, sagte Clegg in London. Man könne bedauern, wie die Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt seien. Aber die darin gemachten Vorwürfe seien außergewöhnlich ernst, betonte der Liberaldemokrat.

WiliLeaks sorgt immer wieder für Aufsehen

WikiLeaks und sein Gründer, der Australier Assange, sind angetreten, verschlossene, geheime Dokumente zu veröffentlichen, eine dezentrale Enthüllungsplattform zu sein. Am spektakulärsten ist das sicherlich gelungen in diesem Sommer, als tausende und abertausende von US-Militär-Dokumenten über Aktionen und Operationen im Afghanistankrieg veröffentlicht wurden.

Markus Beckedahl von netzpolitik.org glaubt, dass andere Plattformen womöglich besser und transparenter mit geheimen Informationen umgehen könnten als WikiLeaks. Er fordert "mehr Konkurrenz" für die Online-Plattform.

Um die von der Internetplattform WikiLeaks veröffentlichten 400.000 geheimen Dokumenten zum Irak-Krieg geht es auch in der Presseschau.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

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