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US-Präsident Obama in Berlin gelandet

Erster Besuch als gewählter Präsident

Obama kommt mit seiner Ehefrau in Berlin an (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Obama kommt mit seiner Ehefrau in Berlin an (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Berlins wichtigster Gast des Jahres ist eingetroffen: US-Präsident Barack Obama landete am Flughafen Tegel. Während seines Besuchs gelten in der Hauptstadt enorme Sicherheitsmaßnahmen. Es ist der erste Berlin-Besuch des 51-Jährigen im Amt als Präsident.

Berlin steht heute ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident Barack Obama. Der offizielle Teil des knapp 26-stündigen Besuchs beginnt am Morgen im Schloss Bellevue, wo Bundespräsident Joachim Gauck den Gast mit militärischen Ehren begrüßt. Danach trifft Obama Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt. Themen des Gesprächs dürften die Lage in Syrien, die geplante transatlantische Freihandelszone und das umstrittene Internet-Überwachungsprogramm des US-Geheimdiensts sein. Die Kanzlerin hatte vorab angekündigt, sie werde bei ihrem Treffen mit Obama Aufklärung über die Späh-Affäre verlangen.

US-Präsident Ronald Reagan während seiner historischen Rede am Brandenburger Tor in Berlin. (Roland Holschneider)Vorgänger: US-Präsident Ronald Reagan während seiner historischen Rede am Brandenburger Tor in Berlin. (Roland Holschneider)

Rede am Brandenburger Tor

Am Nachmittag hält der Präsident am Brandenburger Tor eine Rede vor rund 4000 geladenen Gästen. Aus Sorge vor einem Anschlag gilt die höchste Sicherheitsstufe. Im Einsatz sind bis zu 8000 Polizisten. Während seines Aufenthaltes gelten enorme Sicherheitsmaßnahmen, wie Anja Nehl im Deutschlandradio Kultur berichtet. Bei seiner Landung wurde der Luftraum über der Hauptstadt gesperrt, Straßen zeitweise abgeriegelt. Auf dem Programm steht nun auch Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Obamas erster Berlin-Besuch endet am Abend mit einem Bankett in Schloss Charlottenburg.



Der Deutschlandfunk wird heute ab 14 Uhr in drei Live-Fenstern über die Obama-Rede berichten.


Deutschlandradio Kultur berichtet in einer Sondersendung ab 14:07 Uhr und überträgt die Reden des US-Präsidenten Barack Obama und der Bundeskanzlerin Angela Merkel live.


Sympathieträger wie zuletzt Kennedy?

US-Präsident John F. Kennedy: "Ich bin ein Berliner" (26. Juni 1963) (picture alliance / dpa / SVEN SIMON)US-Präsident John F. Kennedy: "Ich bin ein Berliner" (26. Juni 1963) (picture alliance / dpa / SVEN SIMON)Wie der Politik-Experte Josef Braml berichtet, stehen die USA im Zentrum der deutschen Außenpolitik, während sich aufseiten der Amerikaner der Fokus zunehmend auf den asiatischen Raum verschiebe. Trotzdem spiele Deutschland aus wirtschaftlicher Sicht immer noch eine bedeutende Rolle für die USA.

Obwohl Obama das Gefangenenlager Guantánamo entgegen seiner Wahlversprechen noch immer nicht geschlossen hat, bleibt der US-Präsident nach Einschätzung des Journalisten Günther Lachmann für viele Deutsche Sympathieträger. In Berlin genieße er ein Ansehen wie zuletzt vielleicht John F. Kennedy.

"Deutsche fiebern dem Besuch entgegen"

Philip D. Murphy, amerikanischer Botschafter in Deutschland (germany.usembassy.gov)Philip D. Murphy, amerikanischer Botschafter in Deutschland (germany.usembassy.gov)Die Deutschen fiebern dem Ereignis entgegen, genauso wie der Präsident auch", ist sich der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, sicher.Im DLF-Interview sagte er aber auch, dass es viele Menschen gibt, die enttäuscht von Obamas Politik sind. Viele hätten zu hohe Erwartungen in den Präsidenten gesetzt. Allerdings übersähen sie, dass er auch viel geleistet habe. Mit Blick auf die geheime Datensammlung der US-Geheimdienste versuchte der US-Botschafter zu beruhigen. "Ich weiß, wie sehr das Thema Datensicherheit den Deutschen am Herzen liegt. Aber für uns ist es ebenfalls sehr wichtig und wir halten uns an die Regeln."

Der amerikanische Soziologe Norman Birnbaum ist hingegen enttäuscht von Obamas Politik. Habe der US-Präsident vor Jahren noch in Europa für Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte gestanden, werde sein Name heute mit Drohnenangriffen und Bespitzelung verbunden. "Obama ist ein Gefangener von diesem Apparat", sagte Birnbaum im Deutschlandradio Kultur.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:13 Uhr

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