Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

US-Regierung droht BP

Ölpest im Golf von Mexiko

Die Ölpest könnte existenzielle Folgen für BP haben. (AP)
Die Ölpest könnte existenzielle Folgen für BP haben. (AP)

US-Innenminister Ken Salazar setzt BP unter Druck und droht dem Konzern, die Federführung im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko aus der Hand zu nehmen. Er sei "wütend und frustriert" darüber, dass es dem Unternehmen bisher nicht gelungen ist, den Ölaustritt ins Wasser und die Umweltverseuchung zu stoppen, sagte Salazar bei einem Besuch im amerikanischen BP-Hauptquartier in Houston (Texas).

"Wir sind am Tag 33 angelangt, und ein Termin nach dem anderen ist nicht eingehalten worden", sagte Salazar. Der Minister kritisierte vor allem, dass der Konzern einen ursprünglich für Sonntag geplanten Versuch zum Verschließen des Bohrlochs verschoben hat - und jetzt frühestens am Dienstagabend oder Mittwochmorgen beginnen will.

"Existenzkrise" für BP

Der Politiker sieht den Ölriesen wegen der Katastrophe in einer schwierigen Lage. Die Katastrophe bedeute eine "Existenzkrise für eines der größten Unternehmen der Welt".

Unterdessen berichten US-Medien, dass der Konzern Sicherheitsmängel wissentlich in Kauf genommen habe. Nach Informationen der "Washington Post" habe BP an einem weniger sicheren Ventil festgehalten und sei damit ein größeres Risiko eingegangen. Das Ventil sollte das Bohrloch im Fall eines Unfalls verschließen, um das Auslaufen von Öl zu verhindern. BP wies die Vorwürfe zurück.

Sonderausschuss nimmt Arbeit auf

Barack Obama (AP)Präsident Obama setzte einen Sonderausschuss ein. (AP)US-Präsident Barack Obama hat indes einen unabhängigen Sonderausschuss eingerichtet, der die Umstände des Ölunfalls im Golf von Mexiko und den Umgang mit dessen Folgen klären soll. Das überparteiliche Gremium solle vor allem Empfehlungen erarbeiten, wie die Ölindustrie Katastrophen im Zusammenhang mit Bohrungen vor der Küste in Zukunft verhindern könne, erklärte Obama in einer Hörfunkansprache.

Am 20. April war die Ölplattform "Deepwater Horizon" explodiert und zwei Tage später auch gesunken. Seither sprudeln täglich rund 800.000 Liter Öl in den Golf von Mexiko.


Links auf dradio.de:

BP will für Schäden aufkommen

Ölpest weitet sich aus

Ölpest: Chemiker erwartet starke Schäden an Ökosystemen

Ölpest vor der galizischen Küste breitet sich aus

"Ich gehe davon aus, dass das hier wirklich ein Einzelfall ist"

"Das sieht nach einem sehr großen Desaster aus"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Länderzeit

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:05 Uhr Lesart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Parlamentswahl in GrönlandUnabhängigkeit dank Klimawandel?

Abenddämmerung in Kulusuk, Grönland. (imago/Westend61)

Grönland will von Dändemark unabhängig werden. Die finanzielle Grundlage dafür sollen Rohstoffe liefern, die unter dem Eis vermutet werden. Doch weil dem Land Know-how und Kapazitäten für den Abbau fehlen, drohen neue Abhängigkeiten, meint der Politologe Tobias Etzold.

Radio für die kosmische EwigkeitSoweit die Funkwellen tragen

Abell 2744 ist ein typischer Galaxienhaufen  (NASA)

"Wer schreibt, der bleibt", lautet ein altes Sprichwort. Doch auch Papier ist vergänglich und nichts Geschriebenes hält für immer. Ganz anders ist das beim Radio.

100. Geburtstag von Elisabeth Mann Borgese Anwältin der Meere

Elisabeth Mann Borgese 1998 vor einem Familienfoto im Lübecker Buddenbrookhaus. Die Wissenschaftlerin, Schriftstellerin und Mitbegründerin des "Club of Rome" lebte von 1918 - 2002. Sie war die jüngste Tochter des Schriftstellers Thomas Mann. (picture alliance / dpa / Rolf Rick)

Sie war das Lieblingskind von Thomas Mann und ist von ihm auch in der Literatur verewigt worden. Und doch kannte in Deutschland kaum jemand Elisabeth Mann Borgese. Umso mehr hat sie sich international als Seerechtsexpertin einen Namen gemacht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Bundeskabinett  Rentenerhöhung zum 1. Juli beschlossen | mehr

Kulturnachrichten

WhatsApp setzt Mindestalter herauf  | mehr

 

| mehr