Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

US-Zeitung "Washington Post" wechselt Besitzer

Amazon-Chef Jeff Bezos zahlt 250 Millionen Dollar

Amazon-Gründer und -Präsident Jeff Bezos hat die "Washington Post" gekauft. (AFP / EMMANUEL DUNAND)
Amazon-Gründer und -Präsident Jeff Bezos hat die "Washington Post" gekauft. (AFP / EMMANUEL DUNAND)

Sie zählt zu den renommiertesten Zeitungen der USA und geht ausgerechnet an einen Internetunternehmer: Doch Bezos kauft die "Washington Post" nach Angaben des Verlagshauses nicht im Namen von Amazon.

<p>Als Grund für den Verkauf des Zeitungsgeschäfts der "Washington Post" nannte Verlagschef Donald Graham die schwierige Lage der Zeitungsbranche. Den Käufer, Gründer und Präsidenten des Online-Händlers Amazon, Jeff Bezos, nannte Graham einen "einzigartig guten neuen Besitzer". Dieser wiederum erklärte, er sei zuversichtlich für die Zukunft der Zeitung und versprach, dass sich die Werte der "Post" nicht ändern würden. <br /><br />Die bisherigen Verantwortlichen sollen in ihren Ämtern bleiben. Neben der "Washington Post" gehen auch mehrere andere Blätter an Bezos, der den Kauf laut dem Verlagshaus als Einzelperson getätigt und Agenturberichten zufolge 250 Millionen US-Dollar ausgegeben hat.<br /><br /></p><p><strong>Unternehmen soll neuen Namen bekommen</strong></p><p>Die börsennotierte Washington Post Company ist bereits seit Jahren darauf bedacht, sich breiter aufzustellen und war sogar ins verarbeitende Gewerbe eingestiegen. Das Unternehmen soll nach Abschluss des Zeitungsverkaufs einen neuen Namen erhalten, der offenbar aber noch nicht feststeht. Erst am Wochenende hatte die Zeitung "Boston Globe" ihren Besitzer gewechselt.<br /><br />Zu weltweitem Ruhm brachte es die "Washington Post" unter Grahams Mutter Katherine als Herausgeberin: 1974 deckte die Zeitung den Watergate-Skandal auf, infolge dessen US-Präsident Richard Nixon 1974 zurücktreten musste.<br /><br /><blockquote class="twitter-tweet"><p>Washington Post to be sold to Amazon founder Jeff Bezos <a href="http://t.co/v84m9ImVy5">http://t.co/v84m9ImVy5</a></p>— Washington Post (@washingtonpost) <a href="https:twitter.com/washingtonpost/statuses/364484764566560769">August 5, 2013</a></blockquote><br /><script async src="platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:15 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Debatte um europäische AnnäherungWelches Europa wollen wir?

Verschiedenfarbige Köpfe, im Hintergrund: Sterne der EU-Flagge. (imago/Ikon Images)

Während man sich in Deutschland noch in Sachen Regierungsbildung abmüht, macht Emanuel Macron Druck. Er will ein neues Kapitel in Europa aufmachen. Und das möglichst bald. Davon sollte man sich nicht beeinflussen lassen meint allerdings der Publizist und Historiker Klaus Rüdiger Mai.

Studie über KinderarmutEinmal arm, lange arm

Kinder stehen in einem Kindergarten in Hamburg. (dpa-Bildfunk / Christian Charisius)

Gut 20 Prozent aller Kinder in Deutschland leben laut einer Studie länger als fünf Jahre in armen Verhältnissen. Für weitere 10 Prozent sei Armut zumindest ein zwischenzeitliches Phänomen, heißt es in einer Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Fazit: Wer einmal arm sei, bleibe es in den meisten Fällen für lange Zeit.

Aus den FeuilletonsDer nächste US-Import: Polarisierung

Zwei Stiere verkeilt im Konflikt (imago stock&people / Copyright Marcus Butt)

Die "Welt" blickt mit Sorge auf die USA und würdigt einen Autor, der die Polarisierung des Landes beschreibt und analysiert. Die "Süddeutsche" diskutiert den aktuellen Tatort und die "FAZ" war auf einer Preisverleihung.

Asteroid in optimaler OppositionDer Iris-Planet im Widder

Der Asteroid Iris (roter Punkt) steht gerade im Sternbild Widder  (Stellarium)

Im Sommer 1847 entdeckte der Brite John Russell Hind den Himmelskörper Iris. Er war das siebte Objekt zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter – und galt in den ersten Jahren nach der Entdeckung noch als Planet.

Gelungene Opernpremiere in Stuttgart Halbe Inszenierung ohne Regisseur Kirill Serebrennikow

Die Opernsängerin Esther Dierker (Gretel) probt am 19.03.2017 im Opernhaus in Stuttgart (Baden-Württemberg) eine Neuinszenierung der Oper "Hänsel und Gretel". Die Inszenierung war von dem in Moskau in Hausarrest sitzenden Regisseur Kirill Serebrennikow geplant. Die Oper hielt trotzdem an der Neuinszenierung der Oper «Hänsel und Gretel» fest. Die Premiere der unvollendeten Arbeit ist am 22.10.2017. (zu dpa: "Oper "Hänsel und Gretel" vom 23.10.2017) Foto: Bernd Weißbrod/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

Die Stuttgarter Oper hat die Märchenoper "Hänsel und Gretel" inszeniert. Weil aber der Regisseur der Inszenierung, Kirill Serebrennikow, in Russland unter Hausarrest steht, führte das Haus das Stück als eine Art Fragment auf und unterstützte damit die Forderung nach einer Freilassung des Künstlers.

Lage der Rohingyya in Myanmar Das Elend der Ungewollten

Das Bild zeigt muslimische Kinder im Lager Da Paing IDP bei Sittwe im Bundesstaat Rakhine.  (AFP / Hla Hla Htay)

Vor der Militärgewalt sind fast 600.000 Rohingya nach Bangladesh geflohen. Aber auch innerhalb Myanmars gibt es Flüchtlinge, die sich zu Tausenden in die Lager bei Sittwe gerettet haben. Hungernd, lethargisch und gehasst inzwischen auch von der buddhistischen Bevölkerung warten sie auf Hilfe.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Entsenderichtlinie  Neue Regeln gegen EU-Lohndumping | mehr

Kulturnachrichten

Umstrittener Film "Matilda" erlebt Uraufführung | mehr

 

| mehr