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USA gedenken der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001

Blick auf Ground Zero in New York, fünf Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September. (AP)
Blick auf Ground Zero in New York, fünf Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September. (AP)

In den Vereinigten Staaten haben die Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 begonnen. Um 14:46 Uhr unserer Zeit wurde landesweit mit einer Schweigeminute an die dreitausend Toten erinnert. Zu diesem Zeitpunkt raste das erste Flugzeug in das World Trade Center.

US-Präsident Bush legte bereits am Sonntagabend am "Ground Zero" einen Kranz nieder. Beim Asien-Europa-Gipfel in Helsinki gedachten die Staats- und Regierungschefs in einer Schweigeminute der Terroropfer. Bei den vom Terrornetzwerk Al Kaida vor fünf Jahren verübten Anschlägen kamen rund 3.000 Menschen ums Leben.

Derweil rief der Al-Kaida-Führer Al Sawahiri in einer Videobotschaft alle Muslime zu verstärktem Widerstand gegen die USA auf. Der Sender CNN strahlte das Band aus. Die Aufnahme soll jüngeren Datums sein, weil sie auch Bezüge zum Libanon-Konflikt enthält.

US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura legen zum Gedenken an die opfer der terroranschläge vom 11. September 2001 am Ground Zero einen Kranz nieder. (AP)US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura legen zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 am Ground Zero einen Kranz nieder. (AP)Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus darf nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht allein auf militärische Gewalt gesetzt werden. Zum fünften Jahrestag der Anschläge vom 11. September sagte die CDU-Vorsitzende, die Staatengemeinschaft werde nur erfolgreich sein, wenn auch die demokratische und wirtschaftliche Entwicklung in den Krisenregionen gestärkt werde. Die Achtung des Völkerrechts und der Respekt vor anderen Kulturen sollten neben internationaler Geschlossenheit die Maxime des Handels sein.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble äußerte sich kritisch zur Politik der USA nach dem 11. September 2001. Zwar seien die Militäraktionen in Afghanistan gegen die Ausbildungslager von Terroristen unvermeidlich gewesen, sagte Schäuble im Deutschlandradio Kultur. Er habe aber den Irak- Krieg von vornherein für zweifelhaft gehalten, weil er auf einer einseitigen Entscheidung der USA beruht habe. Der CDU-Politiker betonte, gegen das Terrornetzwerk Al Kaida müsse man entschlossen vorgehen, doch dürften dabei die Prinzipien des Rechtsstaates nicht außer Kraft gesetzt werden.

Der US-Botschafter in Deutschland, Timken, warf den Europäern vor, die Terrorgefahr zu unterschätzen. Die Bedrohung müsse bewusster zur Kenntnis genommen werden, sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". In Europa habe man lange Zeit nicht akzeptieren wollen, dass so etwas wie die Anschläge vom 11. September 2001 noch einmal passieren könnte.

Beiträge aus unseren Programmen zum 11. September 2001

Bilanz nach fünf Jahren - 11. September 2001
Deutschlandfunk • Hintergrund Politik • 11.9.2006 • 18.40

Ex-Botschafter: Kampf gegen Terror nicht militärisch zu gewinnen - Wolfgang Ischinger sieht Fehler in US-Strategie
Deutschlandfunk • Interview • 11.9.2006

Chaos und Konfusion - Fünf Jahre nach dem 11. September 2001
Deutschlandfunk • Korrespondentenbericht • 11.9.2006

Der Schurke war schlauer als der Sheriff
Deutschlandradio Kultur • Politisches Feuilleton • 11.9.2006

Bruch im transatlantischen Graben - Europakolumne: Der 11.9 und die Entfremdung der Europäer von den USA
Deutschlandfunk • Europa heute • 11.9.2006

Wissen und Macht - Fünf Jahre nach dem 11. September hadern US-Forscher mit der Wissenschaftspolitik ihrer Regierung
Deutschlandfunk • Wissenschaft im Brennpunkt • 10.9.2006

Schäuble: Zwischen innerer und äußerer Sicherheit kann man nicht trennen
Deutschlandfunk • Interview der Woche • 10.9.2006

United 93
Deutschlandfunk • Korrespondentenbericht • 9.9.2006

El Kaida - Geschichte eines Terrornetzwerks
Deutschlandfunk • Hintergrund Politik • 6.9.2006

Furcht vor schleichendem Rechtsruck
Deutschlandfunk • Hintergrund Politik • 4.9.2006

Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit
Deutschlandfunk • Hintergrund Politik • 30.8.2006

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:18 Uhr

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PolitikerPlötzlich Populist

Wo kommen auf einmal die vielen Populisten her? In den USA hat sich Donald Trump mit seinen extremen Positionen durchgesetzt. In Frankreich bringt sich Marine Le Pen in Stellung für den Präsidentschaftswahlkampf 2017. Geert Wilders macht die Niederlande unsicher und in Ungarn hat sich der selbstbewusste Viktor Orbán festgesetzt.

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