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USA kämpfen mit Drohnen in Libyen

Unbemannte Flugzeuge sollen Tote unter der Bevölkerung vermeiden - Misrata unter Dauerbeschuss

Eine Drohne der US-Luftwaffe vom Typ MQ-9 "Reaper" (US DoD)
Eine Drohne der US-Luftwaffe vom Typ MQ-9 "Reaper" (US DoD)

Das amerikanische Militär setzt jetzt auch bewaffnete Drohnen gegen die Truppen des libyschen Diktators Gaddafi ein. Die Rebellen begrüßten den Einsatz als hilfreich für den Schutz von Zivilisten.

Präsident Obama habe den Einsatz der Drohnen genehmigt, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates. Der stellvertretende Generalstabschef James Cartwright erklärte, dass die ferngesteuerten Flugzeuge vor allem in besiedelten Gebieten eingesetzt werden sollen, weil so Opfer unter Zivilisten vermieden werden könnten. Erste Angriffsflüge seien allerdings wegen des schlechten Wetters abgebrochen worden. Bisher setzte das US-Militär in Libyen nur unbewaffnete Drohnen zu Aufklärungszwecken ein.

Der US-Senator und ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain wurde bei einem Besuch in Bengasi begeistert von aufständischen Libyern empfangen. US-Flaggen wurden als Willkommensgruß geschwenkt: "Amerika, du hast einen neuen Verbündeten in Nordafrika", sollte die Botschaft lauten, berichtet Linda Staude im Deutschlandfunk (Audio-Beitrag).

Die belagerte Hafenstadt Misrata liegt weiterhin unter Dauerfeuer von Gaddafis Truppen, und die Lage für die Zivilbevölkerung ist sehr prekär. Beim Beschuss mit Mörsergranaten seien wieder vier "Märtyrer" gestorben, sagte ein Sprecher der Rebellen. Sie behaupten aber, bei den Kämpfen um die Stadt 100 Regierungssoldaten getötet und 40 festgenommen zu haben. Die Stadt kann zur Zeit ausschließlich über das Meer versorgt werden, berichtet Linda Staude im Deutschlandfunk (Audio-Beitrag). Schiffe des Roten Kreuzes mit Hilfslieferungen haben Misrata erreicht.

Im Moment gibt es vier militärische Brennpunkte und eine Patt-Situation ohne entscheidende Geländegewinne für eine Seite. Die Lage der Rebellen hat sich leicht gebessert, weil sie offenbar besser mit Waffen versorgt und auch an ihnen ausgebildet werden, berichtet Peter Steffe im Deutschlandfunk (Audio-Beitrag). Der von den Rebellen eroberte Grenzübergang zu Tunesien ist offenbar ein wichtiger Faustpfand zur Versorgung mit Waffen und Lebensmitteln aus dem Nachbarland.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte in Moskau erneut ein unverzügliches Ende der Kämpfe. Eine überprüfbare Waffenruhe sei Voraussetzung dafür, dass die humanitäre Hilfe ausgeweitet und der Flüchtlingsstrom gestoppt werden könne. Nach Angaben Bans haben seit Ausbruch der Kampfhandlungen 500.000 Menschen Libyen verlassen.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

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