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USA und EU begrüßen Aufschub des iranischen Atomprogramms

CDU-Politiker Hörster: "Die Europäer sind zu laut"

Die iranische Atomanlage Isfahan liegt  410 Kilometer südlich von Teheran. (AP)
Die iranische Atomanlage Isfahan liegt 410 Kilometer südlich von Teheran. (AP)

Die USA und die EU haben die Ankündigung des Iran begrüßt, die Atomanlage in Isfahan nun doch erst in der kommenden Woche wieder in Betrieb zu nehmen. Außenamtssprecher Tom Casey sagte in Washington, dies sei sicherlich positiv zu bewerten. Zugleich warnten die USA, dass eine Wiederaufnahme der Uranumwandlung einen Verstoß gegen geltende Vereinbarungen darstellen würde.

Auch ein Vertreter der EU sprach in Brüssel von einem Schritt in die richtige Richtung. Die Europäische Union will in den kommenden Tagen ein neues Verhandlungsangebot im Atomstreit vorlegen.

Atomanlagen im IranDer scheidende Chefunterhändler Teherans, Hassan Ruhani, machte am Mittwoch deutlich, dass der Iran zunächst die Vorschläge der EU für ein umfassendes politisches und wirtschaftliches Abkommen abwarten werde. Diese werden für Freitag erwartet.

Gleichzeitig wolle man den Inspekteuren der UNO-Atombehörde Zeit geben, die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme von Isfahan abzuschließen. Die Arbeiten könnten nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien jedoch bis Mitte nächster Woche dauern.

Hörster fordert mehr Diskretion bei Verhandlungen mit dem Iran


Der Vorsitzende der Vermittlungsausschusses Joachim Hörster (CDU) und die Presse. (AP)Der CDU-Politiker Joachim Hörster fordert von den Europäern mehr Diskretion im Umgang mit dem Iran. (AP) Der CDU-Politiker Joachim Hörster kritisierte die Verhandlungsführung der Europäer im Iran-Konflikt. In den Gesprächen sei die EU zu laut. Man müsse aber mit Diskretion vorgehen, wenn man Einfluss auf den Iran nehmen wolle, sagte der Vorsitzende der deutsch-arabischen Parlamentariergruppe im Deutschlandradio Kultur.

SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose sagte, der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dürfe in Bezug auf die Verhandlungen nicht nur negativ gesehen werden. Seine religiös-konservative Ausrichtung könne auch zu mehr Berechenbarkeit auf der iranischen Seite führen, erklärte er im Deutschlandfunk.

Ahmadinedschad tritt als Staatschef im Iran an


Ayatollah Ali Khamenei und der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad (rechts) (AP)Ayatollah Ali Khamenei und der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad (rechts) (AP)Am Mittwoch war der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad in sein Amt eingeführt worden. Bei der Zeremonie in Teheran waren ranghohe Persönlichkeiten des Landes und ausländische Botschafter anwesend. Der als Hardliner bekannte bisherige Bürgermeister von Teheran war Ende Juni in einer Stichwahl zum neuen Staatschef gewählt worden. Er löst den als gemäßigt geltenden Präsidenten Mohammed Chatami ab.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:11 Uhr

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