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Viele Fragezeichen beim UNO-Klimagipfel

Teilnehmer in Cancún ringen um Durchbruch

Bundesumweltminister Norbert Roettgen (CDU) (AP)
Bundesumweltminister Norbert Roettgen (CDU) (AP)

Bei der UNO-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún zeichnet sich noch keine umfassende Lösung im Kampf gegen die Erderwärmung ab. Bundesumweltminister Norbert Röttgen rief die 194 Teilnehmerstaaten zu entschiedenem Handeln auf.

Man müsse den Klimawandel als Chance für wirtschaftliches Wachstum begreifen, betonte der CDU-Politiker. Die deutsche Strategie, in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren, habe sich in Zeiten der Wirtschaftskrise als erfolgreich erwiesen, betonte Röttgen.

Seit Mittwoch laufen die Verhandlungen auf Ministerebene. Die Hoffnungen auf ein neues Klimaschutzabkommen sind aber gering. Eine Gruppe von 50 Staaten, darunter Deutschland, bemüht sich intensiv um Kompromisse. Bei Sitzungen hinter verschlossenen Türen brüten die Unterhändler über Textentwürfen, die vor allem Klammern und Fragezeichen enthalten sollen.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard fragte sich besorgt, welche Ergebnisse der Gipfel denn bis zum Abschluss am Freitag noch bringen kann: "Hier mit leeren Händen herauszukommen, ist keine politische Option."

Zwei Länder fallen aber derzeit besonders als Bremser auf: Japan und die USA. (Bericht von Georg Ehring aus Cancun, MP3-Audio)

Mögliche Ergebnisse

Logo der Klimakonferenz in Cancun (United Nations Climate Change Conference)Logo der Klimakonferenz in Cancun (United Nations Climate Change Conference) Zu den möglichen konkreten Ergebnissen gehören ein Fonds für die Anpassung in Entwicklungsländern an den Klimawandel, ein Abkommen über den Schutz der tropischen Regenwälder und Fortschritte bei der Architektur eines Klimaschutzabkommens.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle das Kyoto-Protokoll künftig spielen soll, das 2012 ausläuft. Wichtigstes Ergebnis in Cancún könnte eine Einigung auf das Ziel werden, dass sich die Erdatmosphäre in diesem Jahrhundert um höchstens zwei Grad erwärmen soll. Morgen sollen die Ergebnisse der Konferenz beschlossen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Das UN-Umweltprogramm hat auf der Klimakonferenz eine Studie zur Gletscherschmelze vorgestellt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

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