Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Vom Beboper zum Hip-Hop-Vorbild

Jazzlegende Donald Byrd ist tot

Von Matthias Wegner

Donald Byrds Souljazz-Album "Blackbyrds" aus dem Jahr 1973 wurde zu einem der Bestseller des Jazzlabels "Blue Note". (Stock.XCHNG / Pam Roth)
Donald Byrds Souljazz-Album "Blackbyrds" aus dem Jahr 1973 wurde zu einem der Bestseller des Jazzlabels "Blue Note". (Stock.XCHNG / Pam Roth)

Wie wir heute erfahren haben, ist der bedeutende Jazz-Trompeter Donald Byrd Anfang dieser Woche im Alter von 80 Jahren gestorben. Donald Byrd hat vor allem in den 50er- bis 70er-Jahren deutliche Spuren in der Jazzgeschichte hinterlassen.

Donald Byrd – geboren 1932 – war als junger Musiker genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. In New York spielte er u.a. mit Art Blakeys berühmten "Jazz Messengers" und 1958 nahm ihn das bedeutende Label "Blue Note" als Solo-Künstler unter Vertrag.

Viele seiner rund 20 Platten für das Label waren sehr populär und auch kommerziell erfolgreich. Stilistisch entwickelte sich Byrd vom geschmackvollen Hard-Bop-Spieler auf seinem Instrument immer weiter richtig Soul-Jazz- und Funk. Immer häufiger arbeitete er mit Sängern, zum Teil sogar mit Chören zusammen – und auch er selbst nahm immer häufiger das Gesangs-Mikrofon zur Hand.

Legendär sind bis heute vor allem seine Platten aus den 70er Jahren, die er gemeinsam mit den Brüdern Mizell – also mit Fonce und Larry Mizell - produziert hat und die eine Renaissance erlebten, als in den frühen 90er Jahren der tanzbare Jazz weltweit wiederentdeckt wurde.

Donald Byrd war zu diesem Zeitpunkt kaum mehr aktiv. Der mittlerweile ebenfalls verstorbene US-amerikanische Rapper GURU engagierte ihn noch 1993 als Gast für das "Jazz-HipHop-Projekt" JAZZMATAZZ, aber ansonsten hörte man wenig von dem Trompeter, der in den letzten beiden Jahrzehnten vor allem als Jazz-Pädagoge arbeitete.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Länderzeit

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 11:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

CDU nach der Niedersachsen-Wahl"Wir haben einen Gestaltungsauftrag für Niedersachsen"

Ulf Thiele, Generalsekretär der niedersächsischen CDU, spricht am 16.10.2017 während einer Pressekonferenz vor der Sitzung des Landesvorstandes der CDU in Hannover (dpa / Hauke-Christian Dittrich)

Die niedersächsische CDU sieht trotz der Wahlniederlage den Auftrag der Wähler, einen Beitrag zur Bildung einer stabilen Landesregierung zu leisten. Der Generalsekretär der Landes-CDU, Ulf Thiele, sagte im Dlf, neben einer möglichen Großen Koalition halte seine Partei sich auch die Option einer Koalition mit FDP und Grünen offen.

Nach der Wahl in NiedersachsenLindner: FDP hat nicht die Verantwortung für Regierungsbildung

FDP-Chef Lindner sprach auf der Abschlusskundgebung in Düsseldorf (Ina Fassbender / dpa)

FDP-Parteichef Christian Lindner hat die Entscheidung seiner niedersächsischen Parteikollegen, einer Landesregierung mit SPD und Grünen nicht beizutreten, verteidigt. Man wolle kein Mehrheitsbeschaffer für Rot-Grün sein, sagte er im Dlf. Zudem könne man als kleinster Partner in einer Koalition keinen Politikwechsel herbeiführen.

In der politischen Landschaft fehlt Gerechtigkeit Es gibt Bedarf für die Sozialdemokratie!

Bei einer Veranstaltung hält ein Zuschauer ein Transparent hoch: "SPD-Mitglied sucht soziale Gerechtigkeit" (imago / Michael Täger)

Die Sozialdemokratie ist in der Krise, meint der Journalist Stephan Hebel. Dabei gibt es eine klaffende Lücke in der politischen Landschaft, die sie wie keine andere Kraft besetzen könnte und sollte.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Verfassungsgericht  Karlsruhe weist Anträge von EZB-Kritikern ab | mehr

Kulturnachrichten

Konzeptkünstler Pawlenski in Psychatrie verlegt  | mehr

 

| mehr