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Von der Leyen: Bußgeld für Schulschwänzen

Bundesarbeitsministerin befürwortet härtere Gangart

Schülerin auf dem Weg in die Schule (dpa / Tim Brakemeier)
Schülerin auf dem Weg in die Schule (dpa / Tim Brakemeier)

Eltern von Schulschwänzern sollen nach dem Willen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit einem Bußgeld bestraft werden. Auf diese Weise will die Ministerin Langzeitarbeitslosigkeit langfristig verringern.

Wenn Kinder die Schule schwänzen, sollen Eltern dafür ein Bußgeld zahlen. Das sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in der "Berliner Morgenpost". Diese Maßnahme habe langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. "Wenn wir über Langzeitarbeitslosigkeit reden, ist Schulschwänzen der Anfang", sagte die Ministerin. "50 Prozent der Langzeitarbeitslosen hat keinen Schul- oder Berufsabschluss. Das ist das größte gemeinsame Merkmal."

Jeder zehnte eines Altersjahrgangs verlässt die Schule ohne Abschluss. Experten gehen davon aus, dass etwa 10 bis 20 Prozent der Schüler in Deutschland die Schule schwänzen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (picture alliance / dpa /Soeren Stache)Bundesarbeits-ministerin Ursula von der Leyen, CDU (picture alliance / dpa /Soeren Stache)Nach Ansicht der Ministerin ist deshalb entscheidend, in der Erziehung den Anfängen zu wehren und schon früh einzugreifen. "Wer lange schwänzt, verlässt die soziale Gruppe, die hilft, durch die Schule zu kommen. Der Weg zurück ist dann unglaublich schwer", sagte von der Leyen. "Schule, Polizei, Jugendamt und Familie müssen zusammen Lösungen anbieten, Druck ausüben, Regeln aufstellen und diese auch durchziehen."

Die Ministerin verwies darauf, dass auch Bußgelder verhängt werden können, wenn Eltern gegen das Schulgesetz verstoßen. "Dann darf man auch die Polizei nach Hause schicken. Bei Eltern kleiner Kinder wirkt das."


Hat Frau von der Leyen recht, oder geht sie hier zu weit? Diskutieren Sie mit auf der Facebook-Seite des Deutschlandfunks.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:57 Uhr

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