Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Von Klaeden wechselt zu Daimler

Merkel-Vertrauter wird Chef-Lobbyist

Eckart von Klaeden, CDU-Politiker (AP Archiv)
Eckart von Klaeden, CDU-Politiker (AP Archiv)

Er gilt als enger Vertrauter der Kanzlerin und als eher diskreter Arbeiter: Eckart von Klaeden, Staatsminister im Bundeskanzleramt, wechselt die Seiten und verläßt die Politik. Der CDU-Mann wird Cheflobbyist beim Autokonzern Daimler.

<p>Der bisherige Staatsminister wird Leiter der Abteilung Politik und Außenbeziehungen bei dem Autohersteller, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies ist so eine Art Außenminister der Daimler AG. Klaeden folgt in dieser Rolle auf Martin Jäger (48), den es in den politischen Betrieb zurückzieht. Jäger, früher Sprecher des SPD-Politikers Frank-Walter Steinmeier in dessen Zeit im Kanzleramt und als Bundesaußenminister, wird als Botschafter der Bundesrepublik nach Afghanistan gehen.<br /><br /><papaya:media src="9d61fcb909642304e765a423ebce8173" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Der Firmensitz von DaimlerChrysler in Stuttgart" popup="yes" />Der 47-jährige Eckart von Klaeden ist seit Oktober 2009 Staatsminister im Kanzleramt. Dort ist er unter anderem als Koordinator eines Projekts für Bürokratieabbau tätig. Seit 1994 sitzt er für die CDU im Bundestag und ist seit 2004 Mitglied des Bundesvorstands der Christdemokraten. Er werde nach Ablauf der Legislaturperiode im Herbst nicht mehr für den Bundestag kandidieren, hieß es in der Mitteilung. Das Kanzleramt bestätigte den Wechsel von Klaedens in die Wirtschaft. <br /><br /></p><p><strong>Austausch bei Pizza</strong></p><p>Von Klaeden gehörte zu der sogenannten Pizza-Connection, die den regelmäßigen Austausch mit Grünen-Politikern in einer Bonner Pizzeria pflegte. Und er ist nicht der erste Spitzenpolitiker der Union, der während der Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel in die Wirtschaft wechselt. 2008 ging die damalige Staatsministerin Hildegard Müller (CDU) als Hauptgeschäftsführerin zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Der frühere hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch wechselte im März 2011 zum Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger, den er heute als Vorstandsvorsitzender leitet. Gescheitert war im Jahr 2007 der Versuch des CDU-Mannes Norbert Röttgen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zu werden und sein Mandat im Bundestag beizubehalten. <br /><br /><strong>Mehr auf dradio.de:</strong><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="206744" text="Brutales Zeremoniell" alternative_text="Brutales Zeremoniell" />- <br> Die Union am Tag der Entlassung Röttgens <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="203274" text="Koch tritt ab" alternative_text="Koch tritt ab" /> - <br> Hessischer Ministerpräsident legt alle Ämter nieder</p>


Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Lobbyismus gut getarnt

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 11:05 Uhr Gesichter Europas

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 11:05 Uhr Lesart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Endlich Samstag

Aus unseren drei Programmen

Politikerin Julia Schramm über ihr Buch "Es muss Liebe sein"Dem Hass etwas entgegensetzen

Julia Schramm (picture alliance/dpa/Foto: Uwe Zucchi)

Julia Schramm war bei der Piratenpartei. Jetzt ist sie bei den Linken. Im Netz hat die Politikerin viel Hass abbekommen. Die Kommentare veröffentlicht sie im Band "Es muss Liebe sein" – und versucht, die Menschen dahinter zu sehen, von denen viele verletzt und sehr wütend seien.

Schweiz Volksentscheid über Zukunft des öffentlichen Rundfunks

 Die letzte Billag-Rechnung für das Jahr 2017, aufgenommen vor einem Fernseher. Die Schweizer stimmen am 04.03.2018 darüber ab, ob die Rundfunkgebühren, erhoben durch die Billag AG, Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren, abgeschafft wird.  (dpa / picture alliance / Walter Bieri)

Am 4. März stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Abschaffung der Radio- und Rundfunkgebühren, Billag genannt, ab. Noch ist unklar, wie das Referendum ausgeht, doch schon jetzt sehen einige die mediale Vielfalt schwinden. Andere gehen noch einen Schritt weiter: Sie sehen die Schweizer Demokratie in Gefahr.

Schauspielerin Sandra Hüller zum Film "In den Gängen"Zarte Liebe zwischen Paletten-Stapeln

Sandra Hüller und Franz Rogowski in dem Film "In den Gängen", der auf der Berlinale im Wettbewerb läuft. (Sommerhaus Filmproduktion / Anke Neugebauer )

Nach Filmen wie "Toni Erdmann" und "Fack ju Göhte" ist Sandra Hüller nun in dem Berlinale-Film "In den Gängen" zu sehen, der in einem Großmarkt spielt. Für die Vorbereitung auf den Film hat sie vor Ort Paletten ausgeräumt und auch den "Gabelstapler-Führerschein" gemacht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Ost-Ghuta  Aktivisten berichten von neuen Angriffen | mehr

Kulturnachrichten

Der Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot | mehr

 

| mehr