Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg

Wahlkampf in der Hansestadt

Die Hamburger sind zur Wahl aufgerufen.
Die Hamburger sind zur Wahl aufgerufen. (AP)

Wo wohnen die Wechselwähler? Kann die CDU noch auf ihren Kernbezirk Blankenese zählen? Wie schlagen sich die Grünen beim brisanten Hafenthema "Fahrrinnenanpassung"? Hält der Höhenflug der SPD an? Einblicke in die Hansestadt vor der Wahl am 20. Februar.

Montag, 14. Februar 2011
Informationen am Morgen um 6.40 Uhr
DKultur Ortszeit 6:45
Informationen am Mittag um 12.45 Uhr


Eimsbüttel: Flexible Farbenlehre (Verena Herb)
In Eimsbüttel sind die "normalen" Hamburger zu Hause. Viele junge Familien Studenten, "Two-Income-No-Kids-Paare" und Rentner. Sie alle mögen das "entspannte Flair" in ihrem Viertel. Hier wird der Müll getrennt, Bio-Läden haben Hochkonjunktur und lieber bekommt man seinen Strom von Greenpeace oder Hamburg Energie. Nachhaltigkeit ist hier kein Fremdwort. Viele wählen hier Grün. Oder SPD. Aber auch mal CDU - wenn Ole von Beust das Ruder in der Hand hält. Diese Zeiten sind jetzt vorbei und Eimsbüttel besinnt sich wieder auf seine ursprünglichen Wurzeln: Bürgerlich linksliberal. Eimsbüttel ist der Wahlkreis von GALierin Krista Sager (MdB), die traditionell gegen Niels Annen (SPD) antrat (der in der Regel auch gewann), außer bei der letzten Bundestagswahl. Da war Rüdiger Kruse (CDU) ganz weit vorn.

Dienstag, 15. Februar 2011
Informationen am Morgen um 6.40 Uhr
DKultur Ortszeit 6:45
Informationen am Mittag um 12.45 Uhr


Blankenese: CDU-Kernwählerschaft (Heidrun Wimmersberg)
Eigentlich hat die CDU in ihrem Stammbezirk - im wohlhabenden Elbvorort Blankenese - keine Probleme. Bei den letzten Bürgerschaftswahlen 2008 kamen die Christdemokraten auf knapp 50 Prozent, um genau zu sein - auf 49,5 Prozent. Bei den Wahlen zur Bezirksversammlung sah das Ergebnis ähnlich aus - CDU 46,5 Prozent. Doch seit Eltern - unter anderem auch in Blankenese - mit der Initiative "Wir wollen lernen" die "bürgerliche Revolution" gegen die Schulreform ausgelöst haben und damit auch die schwarz-grüne Koalition zu Fall gebracht haben, muss sich die CDU selbst im Kernbezirk mehr anstrengen. Selbst eingefleischte CDU-Wähler hadern mit ihrer Partei. Sie fühlen sich im Stich gelassen von Ole von Beust und kritisieren seinen Abgang. Und sein Nachfolger - Christoph Ahlhaus - sagt vielen Hanseaten nicht so wirklich zu.

Mittwoch, 16. Februar 2011
Informationen am Morgen um 6.40 Uhr
DKultur Ortszeit 6:45
Informationen am Mittag um 12.45 Uhr
Deutschlandfunk Hintergrund,18:45 Uhr


<strong>Der Hafen, die Schiffe und das Meer (Verena Herb)</strong>
Der Hafen ist die wirtschaftliche Schlagader Hamburgs. Dieser Devise folgen vor allem die beiden Volksparteien CDU und SPD und haben deshalb das Thema "Hafenentwicklung" ganz oben auf ihre Agenden geschrieben. Brisantester Aspekt dabei: Die Fahrrinnenanpassung. Auch die Grünen haben erkannt, dass sie nicht umhin kommen, sich mit dem wirtschaftlichen Leben zwischen Hafencity und Finkenwerder auseinanderzusetzen.
Reportage vom Hafenterminal der Buss Group, einem mittelständischen Unternehmen, das sowohl Container- als auch andere Güter umschlägt, gleichzeitig einen Capital Schiffsfond betreibt.

Hanseatisches Farbenspiel (Verena Herb)
In Hamburg ist der Wunsch nach einem politischen Wechsel spürbar. Der CDU-Spitzenkandidat Christoph Ahlhaus steht in den Umfragen weit hinter SPD-Kandidat Olaf Scholz. Und der geht selbstbewusst in die Wahl.

Donnerstag, 17. Februar 2011
Informationen am Morgen um 6.40 Uhr
DKultur Ortszeit 6:45
Informationen am Mittag um 12.45 Uhr


<strong>Altona/Ottensen: Noch bezahlbar?</strong> (Heidrun Wimmersberg)
Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Hamburg ein großes Wahlkampfthema. Das passende akademische Stichwort dazu ist "Gentrifizierung" - Umstrukturierung eines eigentlich armen Viertels hin zum Trend-Bezirk, in dem die Mieten steigen, viele frühere Bewohner wegziehen müssen, sich Läden, Kneipen und Preise ändern. Ein krasses Beispiel dafür ist der Altonaer Stadtteil Ottensen, der westlich vom Altonaer Bahnhof liegt. Früher ein traditioneller Arbeiterbezirk, später dann ein gefragtes Viertel für Ausländer und Studenten der billigen Wohnungen wegen. Der Multikultitouch geht allmählich flöten, weil sich Ottensen zum Hort der Kreativen entwickelt hat, die auch in der Lage sind, andere Mieten zu zahlen.

Freitag, 18. Februar 2011
Informationen am Morgen um 6.40 Uhr
DKultur Ortszeit 6:45
Informationen am Mittag um 12.45 Uhr


<strong>Steilshoop: Von der Gesellschaft abgehängt?</strong> (Verena Herb)
An Stadtteilen mit einem hohen Anteil an ausländischer Bevölkerung, vergleichsweise hoher Arbeitslosigkeit und relativ hoher Kriminalitätsrate lässt sich besonders gut das soziale Ungleichgewicht in der Stadt ablesen. Wen wählen die Menschen in Steilshoop? Wählen Sie überhaupt? Beispielsweise wurde beim Volksentscheid der Schulreform deutlich: Das, was die Parteien vorhatten, wurde für die Bewohner genau dieser Stadtteile gemacht, doch eben jene Bewohner hat das überhaupt nicht interessiert. Die Wahlbeteiligung dort war katastrophal.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 11:35 Uhr Umwelt und Verbraucher

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 11:35 Uhr Klassik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Oskar Lafontaine blickt zurück auf 1989"Damals wurde ich nicht verstanden“

Oskar Lafontaine, Vorsitzender der neuen Bundestagsfraktion "Die Linke" im Bundestag

Oskar Lafontaine fühlt sich von der Geschichte bestätigt. Vor 25 Jahren warnte er vor den Folgen der deutsch-deutschen Währungsunion und galt vielen auch generell als Einheits-Skeptiker. Im DLF sagte Lafontaine nun, er habe 1989/90 Recht gehabt. Darauf komme es an, trotz der Wahlniederlage gegen Helmut Kohl im Dezember 1990.

KrebsforschungKeimzelle der Tumorbekämpfung

Das Logo des Deutschen Krebsforschungszentrums ist am 23.04.2014 in Heidelberg (Baden-Württemberg) am Hauptgebäude zu sehen. Das DKFZ feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

Mit vielen klugen Köpfen an einem wichtigen Problem arbeiten – das war die Idee, die vor 50 Jahren zum Deutschen Krebsforschungszentrum führte. Inzwischen sind zwei Nobelpreise nach Heidelberg gegangen. Und die Pläne für die Zukunft bleiben ambitioniert.

Kommission-Bilanz"Die EU steht nicht besser da"

Günter Verheugen

Die scheidende EU-Kommission hat nach Ansicht des SPD-Politikers Günter Verheugen die Zeichen der Zeit wohl nicht richtig erkannt. Unter ihrem Präsident Manuel Barroso sei der Zustand der EU nicht verbessert worden, sagte der frühere EU-Kommissar im Deutschlandfunk. Im Gegenteil: Die Gemeinschaft befinde sich in mehreren Sackgassen.

Russische Kampfjets über EuropaErler: Keine reine Provokation

Gernot Erler (SPD), Koordinator für die Zusammenarbeit mit Russland

Der SPD-Außenpolitiker Gernot Erler hat die zurückhaltende Reaktion der Bundesregierung auf die russischen Militärmanöver im europäischen Luftraum gelobt. Erler sagte im DLF, das Verhalten Moskaus sei nicht nur als Provokation zu verstehen, sondern auch als Reaktion auf das Verhalten der NATO im Ukraine-Konflikt.

KulturfinanzierungDer Kapitalismus frisst die Klassik

Das Orchester der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Geld hat die klassische Musik in Europa groß gemacht: Die Kirche, die öffentliche Hand und private Mäzene finanzierten sie. Heute ist sie in der Krise – und daran ist ausgerechnet der Kapitalismus schuld, meint die Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer.

LufthansaKranich in der Klemme

Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen

Pilotenstreiks und Konkurrenz durch Billigflieger und Golf-Airlines: Die Lufthansa steht unter Druck. Allein die Streiks haben die Airline 170 Millionen Euro gekostet. Und alle Versuche, mit der Konkurrenz gleichzuziehen, scheiterten bisher.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nach Einigung:  Gazprom stellt Lieferungen an Ukraine in Aussicht | mehr

Kulturnachrichten

Forscher wollen Goethes Gesamtwerk  online stellen | mehr

Wissensnachrichten

Sexuelle Phantasien  Was ist normal? | mehr