Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Warten auf den Papst

Politik und Kirche bereiten sich auf Staatsbesuch von Benedikt XVI. vor

Papst Benedikt XVI. sorgt für Hoffnungen und Kritik (AP)
Papst Benedikt XVI. sorgt für Hoffnungen und Kritik (AP)

Ab Donnerstag besucht Papst Benedikt XVI. vier Tage lang Deutschland - es ist sein erster offizieller Staatsbesuch. Während sich die Kirche von ihm die Stärkung der Ökumene erhofft, hält die Kritik an seiner geplanten Rede im Deutschen Bundestag an.

Obwohl er seit seiner Wahl 2005 schon zweimal in Deutschland war, ist dies doch der erste offizielle Staatsbesuch Benedikt des XVI., zustande gekommen durch eine gemeinsame Einladung von Bundespräsident Christian Wulff und der Deutschen Bischofskonferenz. Dies war nötig, weil Benedikt XVI. diesmal in seiner Doppelfunktion als kirchliches und als Oberhaupt seines Staates Vatikan einreist.

Als Staatsoberhaupt des Vatikan hält Benedikt XVI. am Donnerstag eine Rede im Deutschen Bundestag - auf ausdrückliche Einladung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU). Dutzende Abgeordnete haben mit Abwesenheit gedroht, weil sie die Trennung von Kirche und Staat im Plenum verletzt sehen. Er verstehe die Aufregung nicht, sagt dagegen Wolfgang Thierse (SPD) über die Papst-Rede. Jemandem zuzuhören, dessen Ansichten man nicht unbedingt teile, sei doch ein kleiner Beitrag zum Dialog der Religionen, meint Thierse. Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele dagegen spricht von einer "unangemessenen Ehrung" für den Papst.

Auch der kirchliche Teil des Papstbesuches steht teilweise in der Kritik. So sind für sein Treffen mit der Evangelischen Kirche Deutschlands nur 35 Minuten angesetzt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, erwartet vom Papstbesuch insgesamt dennoch eine Ermutigung für die Ökumene.

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur berichten in zahlreichen Sendungen über den Papstbesuch.

Mehr:
Benedikt XVI. - Staatsbesuch in der Heimat
DRadio Wissen: Papst-Rede fürs Geschichtsbuch?

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:44 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:10 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:40 Uhr Interview

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 07:00 Uhr Early Bird

Aus unseren drei Programmen

Italien vor dem VerfassungsreferendumRenzis Kampf um die Reformen

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi geht über eine Bühne, im Hintergrund stehen die Wand projeziert die Wörter "Si". (imago/Pacific Press Agency)

Über 50 Millionen Italiener werden am 4. Dezember über die größte Reform ihrer Verfassung entscheiden. Sie soll den Gesetzgebungsprozess vereinfachen und das Land reformierbarer machen. Doch das ist umstritten. Für Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi, Befürworter der Reform, hängt viel von dem Ausgang des Referendums ab.

USA"Polizisten sind nicht immun gegen Angst"

Skid Row ist ein Viertel von L.A. - etwa 50 Häuserblöcke im Schatten der glitzernden Wolkenkratzer von Downtown. Hier leben rund 10.000 Obdachlose. Viele von ihnen sind drogenabhängig. Die meisten haben einen afro- oder lateinamerikanischen Hintergrund. Skid Row ist das Revier von Officer Deon Joseph. 

Anne Franks Schicksal als TanzstückHineinversetzen in den Schrecken

Ein Foto von Anne Frank, entstanden um das Jahr 1941. Anne Frank war damals ungefähr 11 Jahre alt. (picture-alliance / dpa / Anne Frank Fonds Basel)

Das Nordharzer Städtebundtheater hat die Schicksale der Mädchen Anne Frank und Lilly Cohn in dem Tanztheaterstück "Ich schweige nicht" szenisch umgesetzt - unter anderem in der Klaussynagoge Halberstadt. Die jungen Tänzer haben das Stück selbst entwickelt.

Nachruf auf Gisela MayVon Mutter Courage zu "Muddi"

Gisela May 1973 im Frankfurter Schauspielhaus (dpa / picture alliance / Manfred Rehm)

Sie spielte Brecht am Berliner Ensemble und sang Brecht in aller Welt: Gisela May war eine der renommiertesten Bühnenkünstlerinnen der DDR. Nach der Wiedervereinigung trat sie in der erfolgreichen Fernsehserie "Adelheid und ihre Mörder" auf. Heute ist Gisela May im Alter von 92 Jahren gestorben.

Neues Nachrichten-Angebot "Niemanden von Informationen ausschließen"

Die Nachrichten-Redaktion des DLF erhält die Auszeichnung "Land der Ideen" für "nachrichtenleicht" (Land der Ideen)

Von heute an sendet der Deutschlandfunk freitags nach den regulären Nachrichten um 20 Uhr in einem Wochenrückblick die wichtigsten Nachrichten in "Einfacher Sprache". Das Angebot richtet sich an Menschen, die den üblichen Sendungen nicht ohne Weiteres folgen können - aus den verschiedensten Gründen.

US-WahlBitte nachzählen

In drei Bundesstaaten der USA muss nach der Präsidentschaftswahl noch einmal ausgezählt werden. Doch das ist gar nicht so einfach, wie es klingt. Weil sich die Wahlverfahren unterscheiden und vom Retro-Wahlcomputer aus den Achtzigern bis zum Feld, das ausgemalt und nicht angekreuzt werden darf, alles dabei ist.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

USA  Trump telefoniert mit Taiwans Präsidentin - Wende in der Chinapolitik? | mehr

Kulturnachrichten

Schauspielerin und Sängerin Gisela May gestorben  | mehr

Wissensnachrichten

Genetik  Nach der Befruchtung regiert die Eizelle | mehr