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Warum Atommüll ausgerechnet in Gorleben gelagert werden soll

SPD-Chef Gabriel kritisiert schwarz-gelbe Atompolitik

Salzschacht in Gorleben, Niedersachsen (AP)
Salzschacht in Gorleben, Niedersachsen (AP)

Der Bundestag setzt einen Untersuchungsausschuss zum geplanten Atommüll-Endlager in Gorleben ein. Dieser soll klären, ob es in den 1980er-Jahren auf Druck der damaligen Bundesregierung eine politische Vorauswahl für den Salzstock in Niedersachsen gegeben hat.

Ging es bei den Erkundungsarbeiten wirklich mit rechten Dingen zu? Standen politische Entscheidungen über den Sicherheitsbedenken der Experten? SPD, Grüne und Linke wollen diese Fragen beantwortet wissen.

Gabriel: Man muss andere Standorte mit erkunden

SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich im Deutschlandfunk sicher: "Gorleben ist wirklich ein politisch entschiedener Standort, der eben nicht nach Sicherheitskriterien entschieden wurde, und wir brauchen ein Endlager, spätestens im Jahr 2030". Er lehnt Pläne der Bundesregierung ab, einzelne Atommeiler 60 Jahre laufen zu lassen. Die Koalition müsse "von allen guten Geistern" verlassen sein.

Atommüll in Gorleben (AP)Atommüll in Gorleben (AP)

Warum allein Gorleben?

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen, CDU, angekündigt, den vor zehn Jahren von Rot-Grün ausgerufenen Erkundungsstopp in Gorleben aufzuheben. Er will den Salzstock weiter auf seine Eignung hin untersuchen lassen. Zwar hat Röttgen auch angekündigt, die Erforschung anderer Gesteinsformationen wie Granit und Ton weiter voranzubringen, doch konkrete alternative Standorte etwa in Süddeutschland, wie es die Opposition fordert, will der Minister parallel nicht erkunden. Um genau diesen Streitpunkt geht es seit Jahrzehnten (DLF-Hintergrund).

Nicht abreißender Widerstand

Rund 300 Menschen haben in der Nähe des Erkundungsbergwerks Gorleben am 22. März damit begonnen, "Protesthütten" zu errichten. Sie wollen den Ausbau als Endlager verhindern - doch ob die Hütten stehen bleiben, steht auf einem anderen Blatt. Ausbau oder Abriss (Umwelt und Verbraucher)

Auch bei DRadio Wissen ist die Diskussion um Lagerungsmöglichkeiten für Atommüll Tagesthema.

Wie sieht das perfekte Endlager aus? Die Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhrlich erklärt, welche Voraussetzungen ein Endlager erfüllen muss. (Agenda um 12 Uhr)



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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