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Was uns die Gesundheitsreform kostet

Kabinett verabschiedet Beitragserhöhung der Krankenkassen

Mehr Geld für die Krankenkasse - das ist die Folge der aktuellen Gesundheitsreform. (AP)
Mehr Geld für die Krankenkasse - das ist die Folge der aktuellen Gesundheitsreform. (AP)

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen wohl tiefer in die Tasche greifen. Das steht nach der Einigung um die Finanzen der Krankenkassen fest, mit der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auch sein politisches Schicksal verbunden hatte.

<p>Er hat mit Rücktritt gedroht und hart um eine Reform gekämpft - das Resultat begeistert nicht alle: <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="68739" text="Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hält das Gesundheitspaket im Deutschlandfunk-Interview" alternative_text="Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hält das Gesundheitspaket im Deutschlandfunk-Interview" /> trotz Beitragserhöhungen für gerecht, ausgewogen - und wettbewerbsfördernd. <br /><br /></p><p><strong>Kritik: Gesundheitsreform ist keine solide Finanzierung</strong></p><p>Kritik kommt dennoch von allen Seiten. Gesundheitsminister Rösler rede seine Reform schön,<papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="68742" text="kritisiert beispielsweise der Medizinwissenschaftler Eckhard Nagel" alternative_text="kritisiert beispielsweise der Medizinwissenschaftler Eckhard Nagel" /> in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Weder die Lage der Krankenkassen werde einfacher, noch die der Versicherten - dabei gibt es laut Nagel noch einiges an Sparpotenzial im System.<br /><br />Auch der <papaya:link href="http://www.gkv-spitzenverband.de/PM_2010_07_06_Beitragserhoehung.gkvnet" text="GKV-Spitzenverband kritisierte bereits Gesundheitsreform" title="Stellungsnahme des GKV-Spitzenverbandes zur Gesundheitsreform" target="_blank" />. Und im Interview mit Deutschlandradio Kultur <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="163346" text="kritisiert der Gesundheitsökonom Stefan Greß" alternative_text="kritisiert der Gesundheitsökonom Stefan Greß" />, dass es sich bei den beschlossenen Beitragserhöhungen nicht um eine solide Finanzierung des Gesundheitssystems handle. "Zukünftig werden ausschließlich die Versicherten über die Zusatzbeiträge die Ausgabenzuwächse verkraften müssen", kommentiert der Professor der Hochschule Fulda.<br /><br /><papaya:media src="29a3fd5427af8ac25d2796bf8cb53544" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verteidigt die Reform." popup="yes" /></p><p><strong>Mehrbelastung von über 100 Euro für gut verdienende Versicherte</strong></p><p>Konkret beschlossen ist ein neuer Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser soll um 0,6 Prozentpunkte von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Damit soll das Defizit von elf Milliarden Euro im kommenden Jahr gestopft werden.<br /><br />Für gut verdienende Versicherte bedeutet die <papaya:link href="http://wissen.dradio.de/index.33.de.html?dram:article_id=3988" text="Gesundheitsreform eine Mehrbelastung" title="Agenda: Beitragserhöhung der Krankenkassen" target="_blank" /> von über hundert Euro pro Jahr. Auch die Unternehmen werden dadurch belastet, da sie rund die Hälfte der Kassenbeiträge zahlen müssen.<br />Am Jahresanfang hatten sowieso schon etliche gesetzliche Krankenkassen überlegt, die möglichen acht Euro pro Monat Zusatzbeitrag von ihren Versicherten zu erheben.<br /><br /></p><p><strong>Wechsel der Krankenkasse als Option?</strong></p><p>Da denkt so mancher über einen Wechsel zur privaten Krankenversicherung nach. Wer aber kann überhaupt wechseln, und ist ein <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="110419" text="Wechsel zur privaten Krankenversicherung" alternative_text="Wechsel zur privaten Krankenversicherung" /> sinnvoll? <br /><br />Und auch bei ansonsten gleichen Beiträgen gibt es einige <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="110387" text="Leistungsunterschiede bei den gesetzlichen Kassen" alternative_text="Leistungsunterschiede bei den gesetzlichen Kassen" /> - das können beispielsweise Mehrleistungen in der häuslichen Krankenpflege sein oder auch Zusatzleistungen im Bereich der sogenannten Alternativmedizin. Auch hier lohnt ein Vergleich.<br /><br />Mancher könnte zu diesem Vergleich sogar regelrecht gezwungen werden: Mehrere gesetzliche Krankenkassen vermeldeten im Juni extreme Finanzschwierigkeiten, die <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="110512" text="Schließung der Krankenkasse" alternative_text="Schließung der Krankenkasse" /> drohte. Die Versicherten müssen hier allerdings nicht in Panik geraten, denn sie sind weiterhin versichert - und können sich in Ruhe nach einer Alternative umschauen.<br /><br /><strong>Weitere Links zum Thema:</strong><br /><ul><li>Verbraucherzentralen Bundesverband: <papaya:link href="http://www.vzbv.de/mediapics/gesundheitspolitik_verbrauchersicht_hintergrundpapier_vzbv_03_2010.pdf" text="&quot;Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht&quot; (PDF, 23 Seiten)" title="Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht" target="_blank" /><br /><li>Bund der Versicherten: <papaya:link href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Produktfinder-Gesetzliche-Krankenkassen-Die-beste-Kasse-fuer-Sie-1801418-1801419/#" text="Produktfinder gesetzliche Krankenkasse" title="Produktfinder gesetzliche Krankenkasse" target="_blank" /><br /><li>Stiftung Warentest: <papaya:link href="http://www.bundderversicherten.de/krankenversicherung/wechselgkv" text="Tipps zum Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse" title="Tipps zum Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse" target="_blank" /><br /></ul></p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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