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Weihnachtsbotschaft im Zeichen von Kriegen und Krisen

Papst ruft zu Frieden und Versöhnung in aller Welt auf

Papst Benedikt XVI vor dem Segen "Urbi et Orbi" (picture alliance / dpa / Ettore Ferrari)
Papst Benedikt XVI vor dem Segen "Urbi et Orbi" (picture alliance / dpa / Ettore Ferrari)

In seiner traditionellen Weihnachtsansprache ist Papst Benedikt XVI. auf die vielen blutigen Konflikte in der Welt eingegangen. Besonders die Situation im Heiligen Land erfordere die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen den Konfliktparteien. Auch an den neuen italienischen Ministerpräsidenten Monti ging eine klare Botschaft.

Bendedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsansprache gefordert, alle Gläubigen müssten sich zum Sprecher der Menschen machen, die in besonders schwierigen Situationen lebten und die keine Stimme hätten.

Zunächst erinnerte er an die Opfer der Flutkatastrophe in Thailand und auf den Philippinen. Er forderte Versöhnung und Frieden für Iran und Afghanistan und hoffte auf einen besseren Dialog in Myanmar. Den Ländern im nördlichen Afrika wünscht er Kraft beim Aufbau eines neuen Allgemeinwohls.

Die Internationale Gemeinschaft forderte er auf, die Flüchtlinge am Horn von Afrika zu unterstützen. Aber auch auf die Situation von Migranten in Italien ging er ein. Da die meisten Bootsflüchtlinge, die im Süden Italiens landen, ursprünglich aus Ländern am Horn von Afrika stammen, sind die Worte des Papstes auch eine klare Botschaft an den neuen Ministerpräsidenten Monti, der sich zum Thema Einwanderung bisher nicht geäußert hat.

Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen und der Segen "Urbi et Orbi" bildeten den Abschluss der Messe.

Patriarch von Jerusalem hält überraschend politische Weihnachtspredigt

Fouad Twal, der lateinische Patriarch von Jerusalem (picture alliance / dpa / Majdi Mohammed)Fouad Twal, der lateinische Patriarch von Jerusalem (picture alliance / dpa / Majdi Mohammed) Auch in Bethlehem, wo nach der christlichen Überlieferung Jesus geboren wurde, versammelten sich Zehntausende Pilger zu den Weihnachtsfeierlichkeiten. In seiner ungewöhnlich politischen Weihnachtspredigt rief das Oberhaupt der Katholiken im Heiligen Land ausdrücklich zum Gebet um Frieden und Versöhnung in Syrien, Ägypten, Irak und Nordafrika auf. Zu einem gerechten Frieden im Nahen Osten gehöre auch ein Palästinenserstaat, betonte Fouad Twal.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

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