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Weltgemeinschaft stärkt Libyen

"Konferenz der Freunde Libyens" sagt Übergangsrat Aufbauhilfen in Milliardenhöhe zu

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy spricht auf der Konferenz für die Freunde des neuen Libyens. (picture alliance / dpa / francois Lafite/wostok Press)
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy spricht auf der Konferenz für die Freunde des neuen Libyens. (picture alliance / dpa / francois Lafite/wostok Press)

Der Grundstein für die Zukunft Libyens ist gelegt. Die internationale Staatengemeinschaft hat angekündigt, Libyen beim Wiederaufbau zu unterstützen – finanziell und beratend. Auch Deutschland wird sich aktiv am Wiederaufbau beteiligen, versprach Kanzlerin Merkel.

Der Westen hat die Post-Gaddafi-Ära eingeleitet: Aufbauhilfe von mehr als 60 Staaten kann Libyen nach der Geberkonferenz in Paris erwarten. Die Gastgeber aus Frankreich und Großbritannien präsentierten das Ergebnis gemeinsam. Der französische Präsident Sarkozy sagte, das Ergebnis sei ein Beweis für das enge Verhältnis zwischen Orient und Okzident.

Zunächst etwa elf Milliarden Euro aus dem Vermögen des Gaddafi-Clans haben die Staats- und Regierungsvertreter für den libyschen Übergangsrat frei gegeben. Alleine in Frankreich sind 7,6 Milliarden Euro aus dem Besitz des libyschen Ex-Machthabers eingefroren.

Auch Deutschland wird sich aktiv am Wiederaufbau beteiligen, versprach Kanzlerin Merkel (CDU). Zusätzliche Hilfsgelder aus Deutschland kann Libyen aber nicht erwarten. Bundesentwicklungsminister Niebel (FDP) sagte, Libyen sei kein klassisches Entwicklungsland.

Libyscher Botschafter ersucht deutsche Hilfe

Der neue libysche Botschafter in Berlin, El-Kothany, hat um deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau gebeten. Die Libyer schätzten die deutsche Qualität und Zuverlässigkeit, sagte der Diplomat im ARD-Fernsehen. Dabei gehe es vor allem um technische Unterstützung, etwa beim Betrieb der Ölanlagen. Zugleich betonte der Botschafter, die Nichtbeteiligung der Bundesrepublik am Nato-Einsatz werde die künftige deutsch-libysche Zusammenarbeit nicht beeinträchtigen.

Kämpferische Botschaft von Gaddafi

Der untergetauchte Ex-Machthaber hat sich unterdessen mit einer Audiobotschaft aus seinem Versteck zu Wort gemeldet. Gaddafi erklärte, er werde "niemals aufgeben" und "den Kampf fortsetzen". Derzeit wird er in der Wüstenstadt Bani Walid vermutet.

Deutsche Waffen in Libyen?

Medienberichten zufolge wurden in Libyen Sturmgewehre G36 des deutschen Rüstungsherstellers Heckler & Koch gesichtet. Das Unternehmen betonte, zu keinem Zeitpunkt irgendetwas nach Libyen geliefert zu haben. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Stinner, sieht keine Anzeichen für Rüstungsexporte an das Land. Es gebe klare Regeln für den Waffenexport, sagte Stinner. Nun müsse genau untersucht werden, ob und auf welchem Weg die Waffen zu Gaddafi gelangt seien.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:44 Uhr

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