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Wende wohin? Die Zukunft des deutschen Energiemarktes

Sommerserie in "Wirtschaft und Gesellschaft"

Windkraftanlagen hinter einem Rapsfeld bei Rendsburg. (AP)
Windkraftanlagen hinter einem Rapsfeld bei Rendsburg. (AP)

2022 wird das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet. In diesem Jahr speisen sie noch fast ein Viertel des Stroms ins deutsche Netz ein. Der Energiemarkt in Deutschland muss in Bewegung kommen - ist schon in Bewegung gekommen.

Die "Big Four", die lange dominanten vier großen Energieversorger - allesamt Atom-Dinosaurier - haben mit den Folgen des Ausstiegs zu kämpfen, kündigen schon Entlassungen und Gesundschrumpfen an.

Gleichzeitig gibt es eine Renaissance der Stadtwerke – sie schließen sich zu mächtigen Verbünden zusammen. Die Privatisierungseuphorie des letzten Jahrzehnts ist längst vorbei. Rekommunalisierung heißt das Stichwort.

Wer produziert in Zukunft unseren Strom? Unternehmen wie RWE und Vattenfall, die Kommunalen in öffentlichem Besitz? Oder nehmen sogar die Bürger die Finanzierung selbst in die Hand, wie es etwa im bayerischen Markt Schwaben versucht wird?

Und auch für die Bundesregierung stellt sich die Frage: Ende der Liberalisierung? Wie viel Staat darf sein, wie viel Staat muss sein, um den Umschwung zu den Erneuerbaren zu schaffen? Braucht es Gesetze, Regelungen oder finanzielle Anreize? Die Angst vor einem drohenden Blackout geht um, gleichzeitig bietet sich – aus der Not heraus - die große Chance, endlich umfassend und nachhaltig die Energieversorgung der Zukunft zu entwerfen.

Und welche Folgen hat das für die deutsche Wirtschaft? Ist sie wirklich so energieabhängig, dass eine "schleichende De-Industrialisierung" droht?

Woher kommt der Strom in Zukunft? Wie stellen sich die alten Spieler auf dem Strommarkt jetzt auf, wer sind die neuen Spieler? Wie könnte dieser neue Energiemarkt aussehen? Diese Fragen wollen wir uns in unserer Sommerserie "Wende wohin? - Die Zukunft des deutschen Energiemarktes" stellen - und zu beantworten versuchen.

Block 1: Die Zukunft der Energieproduktion

15. August 2011
Mathias Zurawski: Wende im Ländle. EnBW ohne Atomkraft und mit grünen Chefs

16. August 2011
Caspar Dohmen: Kommunen schaffen Stromriesen. Die wiedergefundene Macht der Stadtwerke

17. August 2011
Michael Watzke: In der Hand der Endverbraucher. Das Bürgermodell in Markt Schwaben

18. August 2011
Tonia Koch: Industrieunternehmen als Selbstversorger. Wann rechnet sich eine eigene Stromproduktion?

19. August 2011
Friederike Schulz: Energie-Riese gesund schrumpfen? – RWE fehlt nach der Atomwende noch eine überzeugende Strategie

Block 2: Eine neue Marktstruktur?

22. August 2011
Melanie Grundei: Zwischen großen Chancen und der Angst vor einem Black Out. Wie der Staat versucht die Energiewende zu lenken.

23. August 2011
Thomas Wagner: Immer wieder Netzdiskussion: In der Schweiz ist das Übertragungsnetz seit 2006 in einer Hand: Swissgrid

24. August 2011
Philipp Schnee: Schleichende Deindustrialisierung? Wie wichtig ist der Produktionsfaktor Energie für Deutschland wirklich?

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr

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Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch (r, FDP) spricht am 30.05.2015 in Berlin bei der Demonstration gegen Massenüberwachung durch Geheimdienste mit einem Teilnehmer. (dpa)

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