Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Weniger Lebensmittel in die Mülltonne

Regierung startet Aufklärungskampagne über Umgang mit Haltbarkeitsdatum

Lebensmittel in einer Mülltonne in Frankfurt (Oder) (picture alliance / dpa/Patrick Pleul)
Lebensmittel in einer Mülltonne in Frankfurt (Oder) (picture alliance / dpa/Patrick Pleul)

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will in einer bundesweiten Aktion über den Umgang mit Lebensmitteln informieren. Einer Studie zufolge landen in Deutschland jedes Jahr mehr als zehn Millionen Tonnen auf dem Müll. Vieles wäre noch essbar, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

Die CSU-Politikerin will das Verhalten der Konsumenten ändern. "Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Orientierungshilfe", sagte Aigner in Berlin. In der Regel sei ein Produkt auch nach Ablauf des aufgedruckten Datums noch mehrere Tage genießbar.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Ministerin die Verschwendung von Lebensmitteln kritisiert. Die Universität Stuttgart ermittelte in einer Studie, dass jeder Deutsche durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr in den Müll wirft. Mit Hilfe von Informationskarten und Flugblättern in über 20.000 Supermärkten sollen Verbraucher nun über die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatum unterricht werden.

Achtung bei Verbrauchsdatum

Für besonders verderbliche Produkte wie Hackfleisch oder Geflügel ist hingegen ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben. Wichtig ist, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Nach Darstellung des Verbraucherportals des Landes Baden-Württenberg legen die Unternehmen in eigener Verantwortung sowohl das Mindesthaltbarkeits- als auch das Verbrauchsdatum fest.

Umfrage: Verbraucher ändern ihr Verhalten

Eine Forsa-Befragung im Auftrag der Bundesministeriums zeigt offenbar erste Ergebnisse. Laut der heute veröffentlichten Umfrage gab ein Fünftel der Befragten an, am Umgang mit Lebensmitteln etwas geändert zu haben. Die Bereitschaft ist bei Frauen demnach höher als bei Männern. Gut achtzig Prozent der rund 1000 Personen haben von der aktuellen Diskussion gehört oder gelesen.

Studie über Lebensmittelabfälle in Deutschland

Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland (Faktenblatt)

Interessenverband: Lebensmittelverlust im Handel äußerst gering

ARD-Morgenmagazin: Servicethema Mindesthaltbarkeit

Umwelt und Verbraucher: Frisch auf den Müll - Lebensmittelverschwendung in Deutschland (DLF)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 16:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:30 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Stichwahl in Frankreich"Die Pro-Europäer müssen sich gegen Frau Le Pen zusammenschließen"

Der ehemalige französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin in Paris. (AFP / Geoffroy Van der Hasselt)

Der frühere französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin hat im Deutschlandfunk die Wahl von Emmanuel Macron bei der französischen Stichwahl als Pflicht bezeichnet. Er forderte die Mitglieder seiner Partei Les Républicains auf, sich hinter dem liberalen Bewerber zu sammeln. Noch am Wahlabend hatte Raffarin Macron seine Unterstützung zugesagt.

Vitamin DZweifelhafte Sonnenpille

Nahrungsergänzungsmittel in einem Supermarkt-Regal (picture-alliance / dpa/ Jens Kalaene)

Vitamin D soll als Allheilmittel bei Depressionen, Krebs und Multiple Sklerose helfen. Doch Studien zeigen, dass die Wunderwaffe vielleicht doch keine Wunder bringt.

FDP in Nordrhein-Westfalen"Wir sind offen für Gespräche mit der SPD"

Der Generalsekretär der FDP Nordrhein-Westfalen, Johannes Vogel, spricht in der Landespressekonferenz Nordrhein-Westfalen. (pa/dpa/Balk)

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sei die FDP zwar offen für Gespräche mit den Sozialdemokraten, sagte der Generalsekretär der Landes-FDP, Johannes Vogel, im Deutschlandfunk. Jedoch nur, wenn es einen Politikwechsel gebe. Eine Ampel-Koalition werde es deshalb mit der FDP nicht geben: "Wir werden nicht der aktuellen Landesregierung zur Mehrheit verhelfen."

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Borussia Dortmund  Bei Anschlag verwendeter Sprengstoff offenbar selbstgebastelt | mehr

Kulturnachrichten

Wertvolles Bild aus Galerie gestohlen  | mehr

 

| mehr