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Westerwelle fordert Iran zum Einlenken auf

Rede des deutschen Außenministers vor der UNO-Vollversammlung

Guido Westerwelle bei seiner UNO-Rede (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
Guido Westerwelle bei seiner UNO-Rede (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Neben dem Bürgerkrieg in Syrien ist das iranische Atomprogramm das große Thema der diesjährigen UNO-Vollversammlung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle appellierte an das Regime in Teheran, an einer politischen Lösung mitzuwirken.

Die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bleibe den Nachweis der ausschließlich friedlichen Absichten des Programms schuldig, sagte Westerwelle vor dem Plenum der Vereinten Nationen. Auch bei der seit langem von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geforderten Transparenz habe sich das Land nicht bewegt.

"Ich appelliere an den Iran, nicht länger auf Zeit zu spielen. Die Lage ist ernst", betonte der Bundesaußenminister. "Wir wollen eine politische und diplomatische Lösung. Die Zeit drängt." Dabei gehe es um die Sicherheit Israels und um die Stabilität in der gesamten Region. Zudem müsse ein Rüstungswettlauf mit unabsehbaren Folgen für die internationale Sicherheit abgewendet werden, so der FDP-Politiker.

Rote Linie Israels

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte gestern vor dem Plenum erklärt, es bedürfe "klarer roter Linien", an die sich Teheran halten müsse. Die Zeit laufe ab, warnte Netanjahu. Bis zum Sommer werde der Iran fast genug angereichertes Uran zum Bau einer Atombombe besitzen.

Israel sieht sich durch das iranische Atomprogramm bedroht und schließt eine Militäraktion nicht aus. Die Führung in Teheran spricht Israel das Existenzrecht ab, bestreitet aber das Streben nach Atomwaffen. Zugleich verweigert der Iran Kontrollen und nährt damit den Verdacht, dass das Land in den Besitz von Kernwaffen gelangen will.

Mehr:
Programm der UNO-Generaldebatte
Ahmadinedschads letzter UNO-Auftritt - <br> USA, Israel und Westerwelle boykottieren Rede von Irans Präsident

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:59 Uhr

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