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Wieder Rauchwolken über Fukushima

Situation in japanischem AKW bleibt kritisch

Beschädigter Reaktor in Fukushima (picture alliance / dpa)
Beschädigter Reaktor in Fukushima (picture alliance / dpa)

Hitze und neue Rauchschwaden über dem Atomkraftwerk Fukushima haben die Reparaturarbeiten an den defekten Reaktoren behindert. Die japanische Regierung spricht weiterhin von einer äußerst angespannten Lage.

Noch immer sollen die Reaktoren 2 und 3 in einem kritischen Zustand sein, auch wenn die Stromversorgung in allen sechs Reaktoren des AKW Fukushima wieder hergestellt ist. Nun wird sich zeigen, ob die Kühlsysteme noch funktionstüchtig sind. Das behelfsmäßige Besprühen mit Wasser der Reaktoren wird weiterhin fortgesetzt. Die Arbeiten wurden durch neuen Rauch erschwert.

Die Internationale Atomenergiebehörde kommt zu einer ähnlichen Einschätzung wie die Regierung in Tokio: auch sie bewertet die Lage weiter als ernst. Die IAEA äußerte sich zudem besorgt über die erhöhten Strahlenwerte. Man habe nicht feststellen können, wo die Strahlung herkomme, sagte ein Sprecher in Wien.

Fukushima-Betreiber Tepco entschuldigt sich

Die Betreiberfirma von Fukushima, Tepco, hat um Entschuldigung für die Mühe gebeten, die die Lage im Kernkraftwerk Fukushima den Menschen bereite. Deren künftige Rückkehr in das geräumte Gebiet ist unsicher. Tepco werden massive Versäumnisse bei der Wartung von Fukushima vorgeworfen.

Erbebenopfer leiden unter Kälte

Die Lage in den Erdbeben- und Tsunami-Gebieten ist weiter dramatisch. Neben den Zerstörungen macht den Menschen die Kälte zu schaffen. Immer noch sind Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Zahl der Toten steigt immer weiter. Nach jüngsten offiziellen Angaben kamen rund 9.100 Menschen um. Die Zahl der Vermissten liegt bei fast 13.800.

Angst vor neuen Beben

Unterdessen haben die japanischen Behörden vor schweren Nachbeben in der Krisenregion im Nordosten des Landes gewarnt. Die Beben könnten beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen oder einen weiteren Tsunami auslösen, berichtete der Fernsehsender NHK. Inzwischen ist auch das Meer in der Nähe des Atomkraftwerks Fukushima I radioaktiv belastet. Die Lage schwankt seit Tagen zwischen Hoffen und Bangen.

Sind Nahrungsmittel aus Japan gefährlich?

Nach Einschätzung des Strahlenbiologen Edmund Lengfelder ist die Gefahr derzeit gering, dass infolge des Atomunfalls in Japan radioaktiv belastete Lebensmittel nach Deutschland gelangen. Ob es weitergehende Gefährdungen gebe, könne man allerdings erst beurteilen, "wenn man solide Messwerte" habe.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

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