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Willi Steul: Journalismus braucht gutes Handwerk, saubere Recherche und Rückgrat

3. Kölner Forum für Journalismuskritik

3. Kölner Forum für Journalismuskritik (Deutschlandradio/Bettina Fürst-Fastré)
Dr. Willi Steul beim 3. Kölner Forum für Journalismuskritik (Deutschlandradio/Bettina Fürst-Fastré)

Was läuft gut, was läuft schlecht im Informationsjournalismus? Bei der Eröffnung des 3. Kölner Forums für Journalismuskritik hob Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul die Qualität der journalistischen Arbeit in Deutschland hervor.

Mit Blick auf die Situation in anderen Ländern forderte er die Journalistinnen und Journalisten aber auch auf, Haltung zu zeigen: "Man braucht hier keinen besonderen Mut, aber natürlich: gutes Handwerk, saubere Recherche, Belege für das, was man publiziert - und dann einfach Rückgrat." Populisten streuen derzeit gezielt Zweifel an professionellem Journalismus sowie am gesamten demokratischen, offenen und liberalen Gesellschaftsmodell: "Die allgemeine Verunsicherung hinterlässt bereits ihre Spuren in der politischen Rhetorik und im medialen Diskurs." Demokratie brauche gerade in diesen Zeiten und mehr denn je einen unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit ausreichender Finanzierung, erklärte Steul.

Das Kölner Forum für Journalismuskritik ist ein Format vom Deutschlandfunk in Kooperation mit der "Initiative Nachrichtenaufklärung" (INA). Es bietet Journalisten und Medienexperten eine Plattform, um selbstkritisch die eigene Arbeit zu diskutieren. In drei prominent besetzten Panels geht es in diesem Jahr unter anderem um "Fake News" und "Satire und Journalismus."

Zu den Gästen gehören u. a. der Kabarettist Wilfried Schmickler, der RTL-Chefredakteur Michael Wulf, der Medienwissenschaftler Dr. Gerd Hallenberger, die Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien, der Investigativjournalist Günter Wallraff sowie der Vorsitzende der INA,  Prof. Dr. Hektor Haarkötter.

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die Initiative Nachrichtenaufklärung den Günter-Wallraff-Preis, mit dem Personen oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich auf originelle Weise kritisch mit dem Journalismus auseinandersetzen.

Mehr zum Thema:
www.deutschlandfunk.de/journalismuskritik
www.derblindefleck.de/kfj17
Twitter: #kfj17

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