Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Willi Steul wird neuer Intendant des Deutschlandradios

Hörfunkrat bestimmt Nachfolger von Ernst Elitz

Dr. Willi Steul (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Dr. Willi Steul (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Dr. Willi Steul (57) ist vom Hörfunkrat des Deutschlandradios zum neuen Intendanten gewählt worden. Das Gremium folgte mit großer Mehrheit dem Vorschlag des Verwaltungsrates. Die fünfjährige Amtszeit des neuen Intendanten beginnt am 1. April 2009. Der amtierende Intendant, Prof. Ernst Elitz, geht nach Ablauf seiner dritten Amtsperiode Ende März 2009 in den Ruhestand.

Der stellvertretende Hörfunkratsvorsitzende Frank Schildt, der die Sitzung des Gremiums geleitet hatte, verwies auf die Kontinuität, die mit der Wahl Steuls verbunden ist. "Dr. Willi Steul ist eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit hoher Kulturaffinität, die die hohe Qualität von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur garantiert. Der Aufbau und die Realisierung eines dritten Programms DRadio Wissen liegen bei ihm in den besten Händen."

Der Verwaltungsratsvorsitzende Prof. Markus Schächter würdigte Dr. Willi Steul als einen hervorragenden öffentlich-rechtlichen Rundfunkmann, der in seinen bisherigen beruflichen Stationen und bei zahlreichen Auslandseinsätzen als Korrespondent seine journalistische Qualifikation und seine organisatorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte, so zuletzt beim Aufbau des Landessenders Baden-Württemberg. "Er ist geeignet, den Nationalen Hörfunk in die Digitale Zukunft zu führen."

Zur Wahl des Intendanten war eine Zwei-Drittel-Mehrheit des 40-köpfigen Hörfunkrates nötig. Auch der achtköpfige Verwaltungsrat unter dem Vorsitz des ZDF-Intendanten Prof. Markus Schächter musste sich mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit auf einen Kandidaten verständigen.

Dr. Willi Steul ist seit Oktober 1998 Landessenderdirektor Baden-Württemberg des Südwestrundfunks in Stuttgart. Zuvor war er in der Aufbauphase des Nationalen Hörfunks vier Jahre lang Chefredakteur von DeutschlandRadio Berlin, heute Deutschlandradio Kultur.

Seine journalistische Laufbahn hatte der promovierte Ethnologe 1978 als Politikredakteur beim damaligen SWF in Baden-Baden begonnen. Es folgten Stationen als Hörfunkkorrespondent für den SWF und die ARD in Beirut, Bonn, Athen, Genf sowie für Afghanistan.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:31 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Fazit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Freispiel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Flucht vermeiden"Staaten als Völkerrechtsverletzer brandmarken"

Hände an einem Zaun.  (Bulent Kilic / AFP)

Kann das Völkerrecht souveränen Staaten die Gründe für eine Fluchtbewegung zurechnen? Die Juristin Katja S. Ziegler hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt und Ansätze entwickelt, mit denen Staaten, die Menschen zur Flucht zwingen, nach internationalem Recht bestraft werden können.

Britischer Schriftsteller und NeurologeOliver Sacks ist tot

Der Neurologe und Schriftsteller Oliver Sacks (Imago)

Er war der vielleicht bekannteste Neurologe der Welt: Der britische Bestseller-Autor Oliver Sacks ist im Alter von 82 Jahren in New York gestorben. In seinen Büchern stellte er Krankheiten anschaulich und humorvoll dar. Auch über seine eigene Erkrankung hatte er geschrieben.

Ungesundes JoggenDicke Luft in deutschen Städten

Wer glaubt, etwas für seine Gesundheit zu tun, indem er mitten durch unsere Städte joggt, erweist sich damit einen Bärendienst. Durch das tiefe Einatmen passiert so allerhand im Körper, nur nicht das, was sich vermeintlich gesundheitsbewusste Jogger davon versprechen. 

Deutsche Einheit"Keine Vereinigung auf Augenhöhe"

Ein Passant geht am Freitag (30.03.2012) an einer Schallschutzmauer in Magdeburg an einem aus der Wendezeit stammenden verwitterten Wandbild mit dem Schriftzug "Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost" vorbei. (picture alliance / dpa - Jens Wolf)

Dass die Deutsche Einheit eher als Anschluss des Ostens Deutschlands an den Westen und nicht als wirkliche Vereinigung vollzogen wurde, hält der Historiker Andreas Rödder für eine logische Folge des politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs der DDR.

Hans-Werner Sinn im Interview"Man kann auch mit Geld reinkommen"

Der Präsident des ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, spricht am Mittwoch (29.06.2011) in München (Oberbayern) auf der Jahresversammlung des Instituts (picture alliance / dpa / Tobias Hase)

Einwanderung nach Punkten regeln, mit besseren Chancen für Qualifizierte - so stellt sich Ifo-Institutschef Hans-Werner Sinn die Europäische Einwanderungspolitik vor. Und er spricht sich gegen einen gesamteuropäischen Finanzminister aus - mit handfesten Argumenten.

Mentale StärkeGeduldig wie Buddha

Der Deutsche an sich sei unglaublich geduldig, findet Jim aus New York: "Egal wo ich euch sehe: Im Urlaub, im Stau oder an roten Fußgängerampeln, ihr regt euch einfach nicht so schnell auf wie wir. Damit wir ruhig bleiben, bezahlen wir New Yorker unserem Psychologen Tausende Dollars."

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Asylpolitik  EU-Sondersitzung Mitte September zu Flüchtlingsfragen | mehr

Kulturnachrichten

Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks ist tot  | mehr

Wissensnachrichten

Lernen  Vier-Tage-Woche bringt bessere Noten | mehr