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Wirksamer Schutz vor der Flutwelle

Tsunami-Frühwarnsystem in Indonesien eingeweiht

Eine Boje, die zum Warnsystem GITEWS gehört, ist Teil des Tsunami-Frühwarn- systems. (AP)
Eine Boje, die zum Warnsystem GITEWS gehört, ist Teil des Tsunami-Frühwarn- systems. (AP)

Vier Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in den Küstenregionen am Indischen Ozean ist in Indonesien das mit deutscher Hilfe entwickelte Frühwarnsystem in Betrieb genommen worden. An der Feier in der Leitzentrale in Jakarta nahmen Präsident Susilo Bambang Yudhoyono und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel, teil.

Nach der Katastrophe vom 26. Dezember 2004, bei der rund 230.000 Menschen starben, soll nun eine effektive Technologie den Schutz der Menschen gewährleisten. Indonesische und deutsche Wissenschaftler werden in den kommenden zwei Jahren das System weiter ausbauen und optimieren. Die endgültige Übergabe an Indonesien ist für 2010 geplant.

Das so genannte Decision Support System (DSS) ist das Herzstück der neuen Warnzentrale. Es besteht aus zahlreichen Komponenten wie beispielsweise Seismometern, GPS-Stationen und Messbojen. Bei einem Erdbeben werden die Daten der Geräte über Satellit in die Leitzentrale geschickt. Dort errechnen Computer das Gefahrenpotenzial, damit die zuständigen Behörden und die Bevölkerung gewarnt werden können.

GITEWS: Effektiver Schutz für die Bevölkerung

Nach Aussagen von Jörn Lauterjung vom deutschen Projektteam am Geoforschungszentrum Potsdam (GITEWS) ist das Sytem voll funktionsbereit. "Es hat seine Bewährungsprobe schon bestanden bei einem Erdbeben im letzten September vor der Küste von Sumatra, wo in weniger als fünf Minuten eine Warnung ausgesprochen werden konnte. Es wird die gesamte Küste des Indischen Ozeans von Indonesien im ersten Quartal 2009 abdecken."

Mit 45 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems für Indonesien. Tsunamis bedrohen aber auch Europa, betroffen sind hier Mittelmeerraum und Nordostatlantik. Auch der dicht besiedelte Mittelmeerraum ist stark gefährdet, nur dass die Ereignisse seltener sind. Die letzte große Flutwelle traf 1908 das sizilianische Messina, 75.000 Menschen starben.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:31 Uhr

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