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Wohin mit dem radioaktiven Wasser?

Auffangbecken und schwimmender Container als Übergangslösungen in Fukushima

Von Sönke Gäthke

Die Reaktorblöcke von Fukushima (picture alliance / dpa)
Die Reaktorblöcke von Fukushima (picture alliance / dpa)

Eigentlich hätten die ersten Tonnen der radioaktiven Wasser von Fukushima schon heute entfernt werden sollen. Dafür hatten die Techniker und Ingenieure Wasser-Becken vorgesehen, die normalweise Wasser zum Kondensieren des Abdampfs führen.

Bevor das erneute Nachbeben am Montag die Anlage für kurze Zeit vom Netz trennte, hätten dann die Pumpen damit beginnen sollen, stark verstrahltes Wasser aus einem unterirdischen Graben in eines dieser Kondenser-Becken zu füllen. Nachrichtenagenturen berichteten von 700 Tonnen. Diese Menge kann eines der Kondenserbecken ohne Probleme fassen: Es hat eine Kapazität von 3000 Tonnen.

Das Problem ist jedoch, dass in den Etagen unter den Turbinen, den Kellergeschossen, insgesamt rund 60.000 Tonnen Wasser vermutet werden. Diese Menge soll in einen Becken gepumpt werden, die Tepco als "Central Radioactive Waste Disposal Facility" bezeichnet. Eine vergleichbare Einrichtung gibt es in deutschen Kernkraftwerken nicht.

Aus diesem Becken hatten die Ingenieure den Löwenanteil der mehr als 10.000 Tonnen leicht verseuchten radioaktiven Wassers seit dem 4. April in den Pazifik gepumpt. Insgesamt soll dieses Becken rund 30.000 Tonnen fassen können. Allerdings müssen die Ingenieure noch prüfen, ob dieses Becken auch in der Lage ist, das Wasser aufzunehmen.

Wohin die übrige Wassermenge geleitet werden soll, ist offenbar noch nicht bekannt. Derzeit wird ein Ponton - ein schwimmender Container - nach Fukushima geschleppt, der einige tausend Wasser aufnehmen kann.

Alle Lösungen können jedoch nur für den Übergang dienen. Aus dem Wasser müssten nach einer gewissen Zeit, in der die kurzlebigen Radionuklide zerfallen, die langlebigen, vor allem Cäsium 137 gefiltert werden. Ob das vor Ort möglich ist, ist offen.


Mehr zum Thema in inserem Programm:

"Eine ziemlich bange Situation" <br> Wissenschaftsjournalist zur Lage in Fukushima (DLF)

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

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