Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Wulff gegen Gauck

Parteien nominieren ihre Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten

Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)
Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff geht für die CDU, CSU und FDP ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten. SPD und Grüne haben sich auf den DDR-Bürgerrechtler und früheren Stasiunterlagen-Beauftragten Joachim Gauck als Kandidaten verständigt.

CDU-Chefin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle benannten Christian Wulff am Donnerstag Abend nach einer gemeinsamen Beratung mit den Ministerpräsidenten der unionsregierten Bundesländer.

Dass SPD und Grüne sich offenbar für Joachim Gauck entschieden haben, ist der Freitagsausgabe der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu entnehmen.

Bundesratspräsident Jens Böhrnsen hatte sich zuvor in sich in die Diskussion um geeignete Kandidaten mit eingeschaltet und angeregt, einen überparteilichen Nachfolger zu suchen. Die Besetzung sollte nicht das Ergebnis parteipolitischer Festlegungen sein, sagte der SPD-Politiker dem "Hamburger Abendblatt". Der Bremer Bürgermeister hat derzeit das Amt des Bundespräsidenten kommissarisch inne.

Der haushaltspolitische Sprecher der FDP, Otto Fricke, sagte im Deutschlandfunk, für die Koalition sei nicht das Parteibuch eines Kandidaten entscheidend, sondern seine Anerkennung in der Gesellschaft.

Grünen-Geschäftsführerin Steffi Steffi Lemke plädierte für eine Persönlichkeit, die von mehr als nur den Regierungsparteien getragen wird.
Was müssen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt mitbringen?

Das neue Staatsoberhaupt soll am 30. Juni von der Bundesversammlung gewählt werden. Das ist laut Verfassung der letztmögliche Termin - doch auch so wird die Zeit knapp. (Procedere der Bundespräsidentenwahl / Audio)

Diskussion geht weiter: Wer hatte Schuld?

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) spricht sich nach dem Rücktritt von Bundespräsident Köhler dafür aus, den Kommunikationsstil im Politikbetrieb auf den Prüfstand zu stellen. "Wir sind ganz schnell im Urteil, wir sprechen alle von 'Fahnenflucht'. Mir wäre aber wichtig zu wissen, was wir denn zu dieser Fahnenflucht beigetragen haben."
Süssmuth: Köhler hat gängige Art der Politikkritik nicht mehr ertragen

Michael Naumann gibt der Bundesregierung die Schuld an dem Rücktritt - und wirft der Kanzlerin vor, eine "große, politische Macht-Schachspielerin" zu sein.
Ein Wort Merkels "hätte uns alle vor diesem Eklat bewahrt"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 23:10 Uhr Das war der Tag

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 23:05 Uhr Fazit

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Auslaufmodell Businessmode Warum man Kompetenz nicht anziehen kann

Eine Frau im Businesskostüm  (Picture Alliance / Patrick Pleul)

Businesslook als Zeichen von Seriosität und Fachkenntnis? Das war einmal. Chefs lösen ihre Krawatten und Bankangestellte sollen sie ganz ablegen - für mehr Kundennähe. Kompetenz vermittelt sich heute nicht durch einen schlecht sitzenden Anzug, sondern durch Wissen und Empathie.

ABBA-Ausstellung "Super Trouper"Strahlende Schweden im dunklen Britannien

Die Mitglieder der schwedischen Popgruppe "Abba" (von links nach rechts): Benny Andersson, Annafrid Lyngstad, Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson 1974 im südenglischen Brighton 

Die schwedische Band ABBA wird im Londoner Southbank Centre mit der Ausstellung "Super Trouper" geehrt. Die zeigt nicht nur Exponate der Band, sondern zeichnet auch ein düsteres Bild Englands in den 1970er-Jahren.

FilmwirtschaftDisneys Deal mit "21st Century Fox"

Das Logo des US-Unterhaltungsriesen Disney auf einem Bildschirm, im Hintergrund das Handelsparkett der New Yorker Börse (AP Photo/Richard Drew)

Der Unterhaltungskonzern Walt Disney steht kurz davor, Teile des Medienunternehmens "21st Century Fox" von Rupert Murdoch zu kaufen. Dies sei eine Reaktion auf die digitale Konkurrenz wie Netflix oder Amazon, erklärt Caspar Busse von der "SZ".

Islamexperte Ahmad Mansour"Antisemiten sind selbstbewusster geworden"

Ahmad Mansour, Psychologe und Programmdirektor der European Foundation for Democracy (Imago / Jens Jeske)

Der Islamexperte Ahmad Mansour fordert ein nationales Konzept für den Umgang mit Antisemitismus. Judenfeinde seien selbstbewusster geworden und hätten weniger Hemmungen sich zu äußern, sagte der Psychologe im Dlf. Den aktuellen Antisemitismus hält er für herkunftübergreifend.

Vor 30 Jahren Warum ein Verkehrsunfall zur Gründung der Hamas führte

Anhänger der Hamas demonstrieren am 14.12.2016 in Gaza-Stadt. (dpa / EPA / Mohammed Saber)

Ein tragischer Verkehrsunfall und Gerüchte waren der Auslöser für die Gründung der Hamas am 14. Dezember 1987. Seitdem kämpft die radikal-islamische Bewegung für das palästinensische Volk und "seine Freiheit, seine Rückkehr und seine Unabhängigkeit im Namen Gottes".

Anke Engelke über "Sowas wie Angst"Gefühle sind stärker als Statistiken

Die Schauspielerin und Autorin Anke Engelke schaut 01.12.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) nach einem dpa-Gespräch im die Kamera. (zu dpa «Anke Engelke: «Habe mich als Kind schon supergern verkleidet»» vom 03.12.2017) Foto: Henning Kaiser/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

In einer WDR-Dokumentation macht sich die Schauspielerin und Moderatorin Anke Engelke auf die Suche nach der Angst in unserer Gesellschaft. Sie sagt, die Kriminalstatistik könnte einem eigentlich die Angst nehmen, aber bei Vielen seien die Gefühle eben stärker.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

EU-Gipfel  Sanktionen gegen Russland verlängert | mehr

Kulturnachrichten

Wechsel an der Spitze der "New York Times" | mehr

 

| mehr