Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Wut ... Bürger

Hörspiel- und Featurereihe im Programm von Deutschlandradio Kultur

Von Barbara Gerland

Wort des Jahres 2010 (picture alliance / dpa /  Patrick Pleul)
Wort des Jahres 2010 (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Wutbürger, eine Erfindung des deutschen Feuilletons, schillernd und unscharf, wurde 2010 das Wort des Jahres. Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache wurde der Begriff verwendet, "um einer Empörung in der Bevölkerung darüber Ausdruck zu geben, dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden".

Das Wort dokumentiere zudem "ein großes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, über ihre Wahlentscheidung hinaus ein Mitspracherecht bei gesellschaftlich und politisch relevanten Projekten zu haben". Dass Wutbürger 2010 gleichzeitig auch als Unwort des Jahres nominiert war und Mutbürger als Gegenbegriff eingeführt wurde, zeigt die Widersprüchlichkeit einer Debatte, die nicht beendet ist.

Was macht uns zu Bürgern? Findet Teilhabe vor Polit-Talkshows, auf dem Stuttgarter Schlossplatz oder im digitalen Raum statt? Steht die Demokratie am Beginn eines Strukturwandels? Von April bis Juni widmen sich Freispiel, künstlerisches Feature und Klangkunst im Programm von Deutschlandradio Kultur dem Schwerpunkt Wut ... Bürger. Wir haben zwölf Sendungen im Programm, in denen Möglichkeitsräume entworfen werden, Protestformen erörtert und Politik erzählt wird – zwölf Geschichten, in denen Bürger ihre Wut entdecken, entwickeln und äußern.

Da wird die kritische Masse erkundet, Krachmusik als Gegenlärm gemacht, wir beobachten das Wolfsgesetz des Kapitalismus in Entenhausen und erleben, wie ein Netz aus Verschwörungen entsteht, das in einer Katastrophe mündet. Wir hören, wie ein Werbefachmann eine Revolutionskampagne gestaltet, erfahren Neues über kreative Protestformen und sind dabei, wenn Mitarbeiter gegen die Verhältnisse antreten, in deren Dienst sie stehen.


Die Sendungen im Überblick:

2. April
0.05 Uhr, Freispiel
Haustiere
Hörspiel von untitedOFFproductions
Im Anschluss: Annette Schäfer interviewt Prof. Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und Mitherausgeber der "Blätter für deutsche und internationale Politik" zu den Themen: Wut ... Mutbürger, Demokratiedefizite, neue Formen der Bürgerpartizipation

16. April
0.05 Uhr, Freispiel
Kritische Masse - Der Aufstand der Vielen
Feature von Thomas Palzer

20. April
0.05 Uhr, Klangkunst
Syndikat für Gegenlärm
Hörstück von Felix Kubin

7. Mai
0.05 Uhr, Freispiel
Kleine Geschäfte
Hörspiel von Serotonin
Moderation: Annette Schäfer

14. Mai
0.05 Uhr, Freispiel
Die Wut über den verlorenen Groschen
Hörspiel von Renate und Peter O. Chotjewitz

21. Mai
0.05 Uhr, Freispiel
Vernetzt denken
Hörspiel von Pia Hierzegger
Im Anschluss: Interview mit Johanna Klatt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Göttinger Institut für Demokratieforschung zu den Themen: Demokratiewandel, neue Formen der Bürgerpartizipation, Schwachstellen direkter Demokratie

4. Juni
0.05 Uhr, Freispiel
Hallo Utopie! Leben am Rande des Kapitalismus
Feature von Tim Zülch

Köpfchen zeigen - oben bleiben!
Feature von Ralf Kröner und Alexandra Müller
Moderation: Annette Schäfer

11. Juni
0.05 Uhr, Freispiel
macht.alle.gegen!
Hörspiel von Weltbetrieb
Moderation: Annette Schäfer

13. Juni
0.05 Uhr, Feature
Protestieren für Fortgeschrittene
Feature von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers

16. Juni
18.05 Uhr, Feature
Bitte protestieren Sie!
Feature von Alexa Hennings

18. Juni
0.05 Uhr, Freispiel
Faîtes vos jeux!
Hörspiel von Hofmann&Lindholm
Moderation: Annette Schäfer



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Nörgeln statt singen
"Wutbürger"

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:50 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 19:10 Uhr Sport am Sonntag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 18:30 Uhr Hörspiel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Abschluss des KatholikentagsKonstruktive Debatten ohne die AfD

Tausende Gäste nehmen am Abschlussgottesdienst des 100. Katholikentages am 29.05.2016 auf dem Augustusplatz in Leipzig (Sachsen) teil. (picture alliance / dpa / Jan Woitas)

Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, betonte das unverhandelbare Recht verfolgter Menschen auf menschenwürdige Behandlung. Etwa 40.000 Besucher kamen nach Leipzig - die AfD wurde dabei von den Diskussionen ausgeschlossen.

PhilosophieHappy Birthday Aristoteles!

China: Nanchang Shan Qing Lake Aristotle Sculpture.  (imago)

Der griechische Philosoph Aristoteles prägt unser Denken, unsere Wissenschaft bis heute. Aber was genau hat er uns noch zu sagen? Eine Sondersendung beschäftigt sich damit.

LandpaddelingSurfen ohne Wasser

Sieht gewöhnungsbedürftig wie alles Neue aus, ist aber der urbane Trend: Landpaddling. Rauf aufs Onda-Board, mit dem Paddel abstoßen und los geht's! Neben dem Spaß gibt es dabei einen Trainingseffekt für die Bauch- und Rückenmuskulatur. 

AfD-Vorsitzende Petry zur Flüchtlingshilfe"Die Kirche betreibt eine Art modernen Ablasshandel"

Frauke Petry mit ihrem Laptop auf dem Parteitag der AfD. (imago stock&people/Sven Simon)

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat der Kirche vorgeworfen, in der Flüchtlingspolitik lediglich eigene Interessen zu verfolgen. Mit Nächstenliebe habe das nichts zu tun, sagte Petry im Deutschlandfunk. Diakonie und Caritas erhielten staatliche Gelder dafür, dass sie Flüchtlinge aufnehmen und Räumlichkeiten bereitstellten.

Seelenrave"Nacktheit ist für mich das Natürlichste auf der Welt"

Ludwig Schwankl ist Seelenraver und will weg vom rationalen Denken. Er hört lieber auf sein Gefühl und will zurück zur Natur des Menschen. Die Nacktheit ist Teil seiner Selbstverwirklichung und steht sinnbildlich dafür, sein nacktes Selbst zu leben.

100 Jahre Schlacht von VerdunMerkel und Hollande setzen ein Zeichen

Vor dem Jahrestag anlässlich von 100 Jahren Erster Weltkrieg (1914 - 1918) - Schlacht von Verdun. Ein Mann und ein Junge durchstreifen die Gedenkkreuze für die gefallenen Soldaten. Anlässlich der Hundertjahrfeier der Schlacht von Verdun soll das neue "Verdun Memorial" eröffnet werden.  (picture alliance / dpa / MAXPPP)

Hunderttausende Franzosen und Deutsche starben vor 100 Jahren während der Schlacht von Verdun. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande treffen sich dort zu den Gedenkfeierlichkeiten, um ein Zeichen der Versöhnung zu setzen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Erster Weltkrieg  Merkel und Hollande gedenken der Schlacht von Verdun | mehr

Kulturnachrichten

Hallervorden und Bourani für Sprachkultur ausgezeichnet  | mehr

Wissensnachrichten

Hybride  Pizzlys verdrängen Eisbären | mehr