Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Zahlen und Fakten zum NSU-Prozess

Zehn Opfer, 80 Nebenkläger, 606 Zeugen, fünf Richter

Hier soll der NSU-Prozess stattfinden: Gerichtssaal in München (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)
Hier soll der NSU-Prozess stattfinden: Gerichtssaal in München (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Heute soll in München der NSU-Prozess beginnen. Der Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle fielen zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen zum Opfer. Hinzu kamen zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten.

  • 5 Richter hat der Staatsschutzsenat des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) unter Vorsitz von Manfred Götzl. Dazu gibt es 3 Ergänzungsrichter - falls ein Richter während des Prozesses ausfällt.
  • 11 Verteidiger stehen den fünf Angeklagten nach Angaben des OLG insgesamt zur Seite. Allein die Hauptverdächtige Beate Zschäpe hat 3 Verteidiger.
  • 488 Seiten umfasst die Anklageschrift der Bundesanwaltschaft. Darin wird Zschäpe Mittäterschaft bei den zehn NSU-Morden vorgeworfen.
  • 280.000 Seiten Ermittlungsakten füllen mehr als 600 Ordner.
  • Rund 80 Nebenkläger sind nach OLG-Angaben inzwischen zugelassen, darunter viele Angehörige der Mordopfer. Mindestens 60 Anwälte vertreten diese Nebenkläger.
  • 606 Zeugen hat die Bundesanwaltschaft für den Prozess benannt.
  • 22 Sachverständige wurden von der Bundesanwaltschaft benannt, darunter Psychiater und Rechtsmediziner.
  • 80 Verhandlungstage sind zunächst angesetzt, und zwar bis zum 16. Januar 2014. Das Gericht hat aber bereits erklärt, dass dies wohl bei weitem nicht ausreichen wird.
  • Rund 250 Plätze hat der umgebaute Gerichtssaal A 101.
  • 50 davon sind feste Presseplätze. Bei der Verlosung der Reservierungen waren 324 Medien oder einzelne Journalisten im Topf.
Alt-Text

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:10 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:30 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Zum Tod von Philip Roth"Ein wirklich großer amerikanischer Autor"

Philip Roth, hier eine Aufnahme von 2006, starb im Alter von 85 Jahren.  (imago/ZUMA Press)

Unlaublich viel Wut, Sex und komische Familienszenen: Die Romane des verstorbenen US-Autors Philip Roth seien hohe Literatur mit großem Unterhaltungswert gewesen, sagt unser Literaturkritiker Kolja Mensing.

Facebook-Chef vor EU-Parlament"Zuckerberg hat im Grunde genommen keine Frage beantwortet"

Der Grünen-Europapolitiker Jan Philipp Albrecht auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Münster (imago / Sven Simon)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg habe es bei der Befragung durchs EU-Parlament verpasst, Vertrauen der europäischen Bürger zurückzugewinnen, meint der grüne EU-Abgeordnete Jan-Philipp Albrecht - ein wichtiger Beleg dafür, dass die EU stärker auf Regulierung setzen sollte, sagte er im Dlf.

Zum Tag des GrundgesetzesWir brauchen eine neue Aufklärung!

Optische Täuschung: Zwei Hände halten jeweils einen Engel und einen Teufel, die mit Kreide auf eine Tafel gezeichnet sind. (imago/Photocase)

Der 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes. Ein guter Anlass, über demokratische Errungenschaften nachzudenken. Der Philosoph und Publizist Christian Schüle nimmt die politische Großwetterlage in Augenschein.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

WM-Affäre  Theo Zwanziger angeklagt | mehr

Kulturnachrichten

Politisch: Schafhausen verlässt Kunsthalle Wien | mehr

 

| mehr