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Zwei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

Deutscher ISAF-Kommandeur bei Anschlag verletzt

Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (AP)
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (AP)

Bei einem Anschlag im Norden Afghanistans sind zwei Soldaten der Bundeswehr getötet worden. Ein deutscher Spitzen-General wurde verletzt. Das bestätigte Verteidigungsminister de Maizière. Die Taliban haben sich zu der Tat bekannt.

Bei einem Selbstmordanschlag auf das Gouverneursgebäude der nordafghanischen Provinz Tachar wurden zwei deutsche Soldaten getötet und drei verletzt. Dies bestätigte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Afghanische Behörden hatten zuvor von drei getöteten Deutschen gesprochen.

Unter den Verletzten befindet sich laut de Maizière auch der Kommandeur des Regionalkommandos Nord der Internationalen Schutztruppe ISAF, der deutsche Brigadegeneral Markus Kneip.

Der 55-jährige Kneip hielt sich zu Sicherheitsgesprächen mit hochrangigen Behördenvertretern in der Provinzhauptstadt Talokan auf. In der Stadt hatte es erst kürzlich Proteste gegen die ausländischen Truppen gegeben. Dabei wurde auch ein Lager der Bundeswehr angegriffen.

Wie die Bundeswehr bekanntgab, wurden die verletzten Deutschen zur medizinischen Versorgung zunächst nach Kundus und anschließend weiter nach Mazar-i-Scharif gebracht. Der Zustand von General Kneip sei "stabil", hieß es.

Der Anschlag in Talokan habe um 16.40 Uhr Ortszeit stattgefunden, sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam, Generalleutnant Rainer Glatz. Dabei seien offenbar mehrere Selbstmordattentäter beteiligt gewesen. Nach afghanischen Angaben sollen insgesamt sieben Menschen getötet worden sein, darunter auch der Polizeichef von Nordafghanistan. Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem Anschlag bekannt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:42 Uhr

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