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Zypern beantragt Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm

Griechenland zieht Inselstaat mit in die Krise

Die Flagge von Zypern. Auch der Inselstaat braucht nun Hilfen aus Brüssel.
Die Flagge von Zypern. Auch der Inselstaat braucht nun Hilfen aus Brüssel. (picture alliance / dpa)

Und noch ein Land braucht Geld aus Brüssel: Zypern hat am Montag einen offiziellen Antrag auf europäische Rettungshilfen gestellt. Einer der Gründe für die Schieflage Zyperns ist die starke Verflechtung seiner Banken mit Griechenland.

Das hochverschuldete Zypern hat Hilfen aus dem europäischen Rettungsschirm beantragt. Die Regierung in Nikosia teilte am Montag mit, das Land benötige Unterstützung aus den Krisenfonds ESFS oder ESM. In der Begründung heißt es, die Notlage Zyperns hänge mit der Krise in Griechenland zusammen. Die Banken beider Länder sind eng miteinander verflochten.

Zuvor hatte die Ratingagentur Fitch Zypern wegen der Abhängigkeit seiner Banken von Griechenland auf Ramschniveau herabgestuft. Das Rating fiel von BBB- auf BB+, der Ausblick wurde auf "negativ" gesetzt. Fitch rechnet mit einem Finanzbedarf von vier Milliarden Euro für die zypriotischen Geldinstitute. Auch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's hatten die Bonitätseinschätzung für Zypern kürzlich gesenkt.

Nach Griechenland, Portugal, Irland und Spanien ist Zypern nun das fünfte Land, das Hilfen von europäischen Partnerländern benötigt. Parallel dazu bemüht sich die zypriotische Regierung um Milliardenkredite aus Russland. Zypern übernimmt am 1. Juli turnusgemäß den Ratsvorsitz der EU.

Bereits am Montagmorgen stellte Spanien bei der Eurogruppe einen offiziellen Antrag auf Hilfen für seine maroden Banken. Die spanische Zentralbank geht von einem Bedarf von bis zu 62 Milliarden Euro aus. Die Euroländer wollen maximal 100 Milliarden Euro nach Madrid überweisen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:54 Uhr

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