Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Zyperns Finanzen unter der Lupe

Geldgeber prüfen Banken und Staatshaushalt

Die Flagge des Inselstaats Zypern (picture alliance / dpa)
Die Flagge des Inselstaats Zypern (picture alliance / dpa)

Die EU-Ratspräsidentschaft gilt gewöhnlich als honorige Aufgabe. Wer den Vorsitz innehat, kann Akzente in Europa setzen. Montag war der erste Amtstag für Zypern. Doch die Zyprioten sind mit ihren desolaten Finanzen schwer beschäftigt und bitten die EU um Geld.

Die Zyprioten wollen während ihrer sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft zwei Themen anpacken, an denen die Gemeinschaft ihrer Ansicht nach krankt: Solidarität und Effizienz. Beides soll verstärkt bzw. verbessert werden.

Genau darauf ist das südlichste und zugleich östlichste Land der EU aber selbst angewiesen, um aus seiner wirtschaftlichen Misslage herauszukommen. Der Schuldenberg schwillt seit Jahren deutlich an, obwohl die Wirtschaft in den vergangenen beiden Jahren leicht stieg. Was die Misere genau auslöste, sollen ab Montag Vertreter von EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank herausfinden. Sie entscheiden über Zyperns Antrag auf Finanzhilfe.

Die sogenannte Troika will vor allem die Banken und die Staatsfinanzen kontrollieren, bevor diese drei Geldgeber nach Griechenland, Irland und Portugal nun auch Zypern Milliarden aus ihren Rettungsfonds überweisen. Die Prüfer wollen sich erst den Bankensektor genauer anschauen. Allein die private Popular Bank of Cyprus braucht Schätzungen zufolge etwa 1,8 Milliarden Euro für ihre Rekapitalisierung.

Nach der Bankenprüfung werde es einen Kassensturz beim Staat geben. Hauptursache für die Probleme des kleinen Eurolands ist die enge Verflechtung der zyprischen Banken und der Wirtschaft mit Griechenland. Über die Summe der Hilfen wird seit Wochen spekuliert. Im Gespräch sind Beträge von bis zu zehn Milliarden Euro. Die Kontrollen sollen die ganze Woche dauern.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:54 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 18:40 Uhr Hintergrund

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 18:30 Uhr Weltzeit

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 18:15 Uhr Redaktionskonferenz

Aus unseren drei Programmen

Zum Tod von Walter Scheel"Er war schon ein toller Bursche!"

Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch (r, FDP) spricht am 30.05.2015 in Berlin bei der Demonstration gegen Massenüberwachung durch Geheimdienste mit einem Teilnehmer. (dpa)

Walter Scheel sei ein hervorragender und äußerst entschlossener Politiker gewesen, sagte sein langjähriger Weggefährte Burkhard Hirsch (FDP) im DLF. Gegen alle Widerstände der Konservativen habe er gemeinsam mit Willy Brandt die Grundlagen für die deutsche Wiedervereinigung gelegt. 

Theater des Jahres"Bühnen brauchen den Wechsel"

Das Maxim Gorki Theater, aufgenommen am 29.10.2012 in Berlin. (picture-alliance / dpa / Michael Kappeler)

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater und die Volksbühne in Berlin sind gleichberechtigt zum "Theater des Jahres" gewählt worden. Beide leisteten, jedes auf seine Art, künstlerisch "Außergewöhnliches", sagt "Theater heute"-Redakteur Franz Wille.

Schweres ErdbebenItalien wird nicht zerreißen

Ganze Dörfer sind zerstört - Retter suchen weiterhin nach Überlebenden. Bis zu 247 Menschen sind in Zentralitalien durch das Erdbeben gestorben. Manche behaupten nun, das Land könnte zerreißen. Eine gewagte These, sagt Erdbeben-Seismologe Frederik Tilmann.

Syrien"Die Türkei ist wichtig für den Kampf gegen den IS"

Sie sehen Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. (picture-alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, begrüßt das Engagement der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz IS in Syrien. Wenn die Türkei aber auch kurdische Stellungen unter Beschuss nehme, dann sei das zu kritisieren, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Chinesischer Dissident Liao YiwuErinnerungen an Willkür und Folter

Der Schriftsteller Liao Yiwu zu Gast im Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Der chinesische Autor und Dissident Liao Yiwu wurde international bekannt mit seiner literarischen Dokumentation "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser". Nun ist sein erster Roman, "Die Wiedergeburt der Ameisen" erschienen - Unterdrückung ist wieder das Thema.

Tradition und BildungWarum Literatur-Klassiker uns längst fremd sind

Eine Frau mit Strohhut liest am Beckenrand eines Schwimmbeckens ein Buch. (imago / Westend61)

Lesen Sie die deutschen Klassiker, rät Michael Schikowski: Aber nur, wenn Sie sich mal so richtig fremd im eigenen Land fühlen wollen. Auf die Frage, was die Klassiker uns heute noch zu sagen haben, gibt der Literatur-Blogger eine ziemlich eindeutige Antwort: Nichts!

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Europas Sozialdemokraten  Forderung nach Investitionen in der EU | mehr

Kulturnachrichten

"Toni Erdmann" ist für die Jury modern und universell  | mehr

Wissensnachrichten

Erderwärmung  Es ging schon früher los | mehr