10-teilige Sendereihe ab 27. September "Verlorene Vielfalt: Wunsch und Wirklichkeit beim Artenschutz"

Kritische Bestandsaufnahme im Vorfeld des UN-Biodiversitätsgipfels

Kurz vor dem virtuellen Auftakt des 15. UN-Biodiversitätsgipfels im chinesischen Kunming ist die Sachlage alarmierend. ...

Obwohl die globale Biodiversitätskrise nach Meinung vieler Experten das Überleben der Menschheit langfristig mehr gefährdet als der Klimawandel, geht das Artensterben nahezu ungebremst weiter. Eine Million Tier- und Pflanzenarten auf der Erde sind akut bedroht.

Wenn Fischpopulationen kollabieren, geht eine Hauptnahrungsquelle der Menschheit verloren; wenn Insekten massenhaft aussterben, fehlen natürliche Bestäuberorganismen für die Landwirtschaft, etwa beim Obstanbau – Artenvielfalt ist eine Art Lebensversicherung. Sie sorgt für den Zugang zu Nahrung, Rohstoffen, sauberer Luft und sauberem Wasser. Und sie garantiert, dass die Ökosysteme flexibel auf Veränderungen der natürlichen Umwelt – wie sie beispielsweise der Klimawandel mit sich bringt – reagieren können.

Die globalen Bemühungen zum Artenschutz zeigen aber bislang kaum Effekte. Vor elf Jahren fand in Nagoya der 10. UN-Gipfel zum Schutz der Biodiversität statt. Dort einigten sich die Vertragsstaaten auf 20 Kernziele, die bis 2020 erreicht werden sollten – die sogenannten ‚Aichi-Ziele‘. Manchen dieser Vorgaben ist die Menschheit ein wenig nähergekommen, die meisten wurden klar verfehlt. Die Tropenwälder schrumpfen weiter, die Ozeane versauern, Umweltverschmutzung und industrielle Landwirtschaft fördern das Insektensterben, der Flächenfraß beim Bau neuer Siedlungen raubt Tieren und Pflanzen ihren natürlichen Lebensraum.

Woran scheitert der Artenschutz in der Praxis? Was wäre nötig, um die Ökosysteme nachhaltig zu stabilisieren? In einer zehnteiligen Sendereihe im Deutschlandfunk präsentiert "Forschung aktuell" ab 27. September 2021 eine kritische Bestandsaufnahme der globalen Anstrengungen beim Artenschutz.

Programmdaten:
Ab 27. September sind alle zehn Teile von "Verlorene Vielfalt" in der Dlf Audiothek App und auf www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell abrufbar

Im Deutschlandfunk sendet ab 27. September "Forschung aktuell" die zehn Teile der Reihe "Verlorene Vielfalt" jeweils um 16.35 Uhr: 

Montag, 27. September       Ressourcenverbrauch beschränken (1/10)
Dienstag, 28. September     Artensterben stoppen (2/10)
Mittwoch, 29. September     Überfischung vermeiden (3/10)
Donnerstag, 30. September Regenwälder retten (4/10)
Freitag, 1. Oktober               Korallenriffe schützen (5/10)
Donnerstag, 7.Oktober         Nährstoffeintrag reduzieren (6/10)
Freitag, 8. Oktober               Invasive Arten aufhalten (7/10)
Montag, 11. Oktober            Schutzgebiete ausweiten (8/10)
Dienstag, 12. Oktober          Wüstenbildung bekämpfen (9/10)
Mittwoch, 13. Oktober          Ökosysteme regenerieren (10/10)

Pressemitteilungen abonnieren

Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

Pressemitteilungen, Hörfunktipps oder die Programmvorschau abonnieren? Schreiben Sie eine kurze Mail an
presse@deutschlandradio.de (Ihre Daten werden von uns nur für diesen Zweck gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben)