Startseite > Presse > Pressemitteilungen > Beitrag vom 09.01.2019

17. Januar, 19.30 Uhr, Babylon Zum 1.000.056. Geburtstag der Kunst: Fred Frith live mit „Step Across the Border“

Konzertpremiere: Cut Up the Border

Am 17. Januar feiert die Kunst ihren 1.000.056sten Geburtstag. ...

Zum "Art’s Birthday", der auf den Fluxuskünstler Robert Filliou zurückgeht, präsentiert Deutschlandfunk Kultur im Babylon in Berlin den 90er Jahre Kultfilm "Step Across the Border" und holt ihn mit einer Live-Performance ins neue Jahrtausend. Gedreht zwischen 1988 und 1990 begeisterte die grenzüberschreitende – und damit auch für die Zeit so seismographische – Dokumentation eine ganze Generation für Avantgarde-Improvisationsmusik. Die Filmemacher Nicolas Humbert und Werner Penzel begleiteten Musiker wie Fred Frith, Tom Cora, John Zorn und Iva Bittová durch die Welt. Sie filmten die Künstler bei Konzerten, Proben, in Hotelzimmern und unter freiem Himmel und improvisierten dabei genauso virtuos wie die Musiker. "Step Across the Border" erhielt 1990 unter anderem den Europäischen Filmpreis als bester Dokumentarfilm.

30 Jahre später hat Humbert für den Bayerischen Rundfunk und Deutschlandfunk Kultur noch einmal die Aufnahmen erschlossen, die damals nicht im Film zu sehen waren. Aus den alten Magnetbändern komponierte er zusammen mit dem französischen Klangkünstler Marc Parisotto ein neues Hörstück: "Cut Up the Border" ist erstmals am 17. Januar um 19.30 Uhr im Babylon zu erleben. Bei dem Konzert improvisiert der Gitarrist Fred Frith live auf diese Echos aus der Vergangenheit. Der mehrfach preisgekrönte Film "Step Across the Border" ist im Anschluss um 21.00 Uhr zu sehen.

Die Veranstaltung ist Teil des Art’s Birthday der EURORADIO Ars Acustica Group. Die jährliche Feier zum Geburtstag der Kunst geht zurück auf den Fluxuskünstler Robert Filliou, der am 17. Januar 1963 den 1.000.000. Geburtstag der Kunst ausrief. Zum "Art’s Birthday 2019" vernetzt EURORADIO per Satellit Konzerte und Performances in über 20 Städten weltweit. Eine Aufzeichnung der Performance im Babylon ist am 18. und am 25. Januar ab 0.05 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur zu hören. Die Studiofassung des Hörstücks "Cut Up the Border" (BR/Dlf Kultur) erfährt ihre Ursendung am 15. Februar um 0.05 Uhr im Deutschlandfunk Kultur und am 22. Februar um 21.05 Uhr auf Bayern 2.

Art’s Birthday 2019
Cut Up the Border / Step Across the Border
Konzert und Film
von und mit Fred Frith, Nicolas Humbert und Marc Parisotto

Donnerstag, 17. Januar 2019, 19.30 Uhr
Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin

Eintritt: 20,00 Euro
Tickets unter: https://babylonberlin.eu/programm/live/live-event/1379-fred-frith-live-zu-step-across-the-border

Eine Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur in Zusammenarbeit mit dem Babylon, dem Bayerischen Rundfunk und der EURORADIO Ars Acustica Group.

Fred Frith, geboren 1949 in Heathfield / GB, ist Multiinstrumentalist und Komponist. Er wurde bekannt als Gitarrist in Bands wie Henry Cow, Art Bears, Massacre, Skeleton Crew, Keep the Dog und Cosa Brava. Seit den 1980er Jahren gilt er als stilprägende Figur der internationalen Improvisationsmusik. Als Komponist hat er für Film, Tanztheater und Orchesterkonzerte geschrieben, u. a. für das Ensemble Modern, Concerto Köln, das BBC Scottish Symphony Orchestra und das Ensemble Musiques Nouvelles. Frith ist Professor Emeritus am Mills College in Oakland.      

Nicolas Humbert, geboren 1958 in München, ist Filmemacher und Autor. Gründung von ‚Cine Nomad’ und Zusammenarbeit mit Werner Penzel.  Er produzierte unter anderem Filme wie "Middle of the Moment" (1995), "Brother Yusef" (2005), "Wild Plants" (2016). "Step Across the Border" wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Europäischen Filmpreis, dem Hessischen Filmpreis, dem Uppsala Filmkaja, dem Golden Gate Award.

Marc Parisotto, geboren 1957 in Marseille, ist Komponist und Sounddesigner im Bereich Film. Studium der Elektroakustischen Musik am Konservatorium in Marseille. Zusammenarbeit u. a. mit den Regisseuren Michael Haneke, Hans-Christian Schmidt, Heiner Stadler, Benjamin Heisenberg, Rainer Kaufmann, Philip Gröning. 2006 erhielt er den Deutschen Filmpreis, 2010 den Österreichischen Filmpreis.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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