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232 Millionen Migranten weltweit

UNO-Bericht: Zahlen so hoch wie nie zuvor

Einwanderungsland Deutschland: Demonstration einer türkischen Gemeinde vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (AP Archiv)
Einwanderungsland Deutschland: Demonstration einer türkischen Gemeinde vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (AP Archiv)

Mehr Menschen als je zuvor leben nach Angaben der Vereinten Nationen nicht in ihrem Heimatland, sondern im Ausland. Deutschland steht auf Platz drei der Liste der Länder mit den meisten Migranten.

Das geht aus neuen Daten der UNO-Bevölkerungsabteilung hervor. 232 Millionen Menschen, das sind 3,2 Prozent der Weltbevölkerung, lebten demnach nicht in ihrem Heimatland, sondern im Ausland.

Die USA bleiben weiterhin das Hauptzielland: Dort haben rund 46 Millionen Menschen keinen US-amerikanischen Pass. Dahinter kommt Russland mit elf Millionen. Deutschland nimmt mit zehn Millionen Migranten den dritten Platz ein.

Zusammen fast zwei Drittel der internationalen Migranten hielten sich in Asien und Europa auf - in diesem Jahr 72 Millionen in Europa und 71 Millionen in Asien. Die internationale Migration verteilt sich der Statistik nach zudem auf relativ wenige Länder: Die Hälfte der Migranten lebte in zehn Ländern. Die Weltregionen, in denen die meisten Menschen auswandern, sind Asien und Lateinamerika.

Wie die UNO berichtet, haben die Migrantenzahlen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2000 waren es weltweit 175 Millionen, 1990 154 Millionen. Vor 20 Jahren gab es weltweit noch rund 80 Millionen weniger Migranten als heute.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:17 Uhr