5. und 6. April 2019 Forum neuer Musik in Köln feiert 20-jähriges Jubiläum

„Postmigrantische Visionen“: Konzerte, Lectures und Gespräche über Pluralität als Chance

Das Forum neuer Musik im Deutschlandfunk geht am 5. und 6. April in seine 20. Auflage. ...

Seit zwei Jahrzehnten ermöglicht die Veranstaltungsreihe den Diskurs zwischen zeitgenössischem Komponieren und gesellschaftlich brisanten Themen und Fragen. Das Forum bietet dafür zahlreichen jungen Komponierenden aus aller Welt eine Bühne für ihre Perspektiven und Arbeiten. Unter dem Motto "Postmigrantische Visionen" bezieht die Veranstaltung in diesem Jahr die vielgestaltige deutsche und internationale Komponierszene auf die Debatten über Migration und Integration. Dabei kommen Überlegungen der Migrationsforschung genauso zu Wort wie Erfahrungen internationaler Künstler. Die Veranstaltungen finden im Deutschlandfunk und in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln statt.

In Lectures und Gesprächsformaten sind Naika Foroutan, Lale Akgün und Mark Terkessidis, Forumskurator Frank Kämpfer sowie die Komponistinnen und Komponisten Eres Holz, Violeta Dinescu, Farzia Fallah und David Smeyers zu erleben. Gemeinsam ist ihnen allen eine positive Vision der modernen Gesellschaft, die im gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandel offen und demokratiefähig bleibt. Wachsende Pluralität wird als Chance für die Zukunft verstanden.  

Im Zentrum des musikalischen Programms stehen drei Ensemble-Projekte. Im Funkhaus spielt Aventure aus Freiburg Werke von Komponistinnen und Komponisten aus dem Nahen und Mittleren Osten, die in Deutschland ihre kulturellen Wurzeln wieder entdecken. LUX:NM aus Berlin widmet sich in einem inszenierten Konzert Mauern und Mauerfällen ganz unterschiedlicher Art. Die Musiker des international besetzten Ensembles 20/21 der Kölner Musikhochschule  komponieren selbst. In der Kunststation Sankt Peter erklingen Werke für Schlagwerk und Orgel von Isang Yun und Younghi Pagh-Paan, beide gelten als Wegbereiter kompositorischer Diversität.

Das ‚Forum neuer Musik‘ wird vom Deutschlandfunk veranstaltet und seit über 10 Jahren von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Stadt Köln und die Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützen in diesem Jahr mehrere Kompositionsaufträge. Seit dem ersten Forum neuer Musik im März 2000 wurden etwa 475 musikalische Arbeiten von knapp über 300 musikalischen Urhebern aufgeführt. 115 von ihnen waren nichteuropäischer Herkunft. Von den 100 uraufgeführten Kompositionsaufträgen wurden 42 an Komponistinnen vergeben.

Detaillierte Informationen zum Programm unter www.deutschlandfunk.de/forum-neuer-musik

Eintritt pro Veranstaltungsabend: 15 Euro (erm. 12 Euro)
In der Kirche Sankt Peter ist der Eintritt frei.
Kartenvorbestellungen per Mail: rolf.otten@dradio-service.de

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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