50 Jahre nach dem Biafra-Krieg: Folgen für die humanitäre Hilfe in Afrika

13.-19. Januar: Themenwoche im Programm von Deutschlandfunk Kultur

Im Januar jährt sich das Ende des Biafra-Krieges zum 50. Mal. Nachdem die Regierung von Nigeria 1968 die Region Biafra komplett blockiert hatte, sollen mehr als zwei Millionen Menschen verhungert sein. ...

Der Krieg und die damit verbundene Hungerkatastrophe haben die Wahrnehmung von Afrika stärker beeinflusst als jedes andere Ereignis. Biafra steht aber auch für ein bis dahin beispielloses Engagement kirchlicher Hilfsorganisationen und hat bis heute eine herausragende Bedeutung für die Entwicklung der humanitären Hilfe und des humanitären Systems.

50 Jahre nach Kriegsende berichtet Deutschlandfunk Kultur vom 13. bis 19. Januar in einem Themenschwerpunkt über die Hintergründe des Biafra-Krieges und die Folgen für die Entwicklungszusammenarbeit: Welche Lehren wurden gezogen? Was bedeutet heute humanitäre Hilfe für Afrika in Zeiten der Dekolonialisierung? In Sendungen und im Rahmen einer Veranstaltung im Auswärtigen Amt wird nach der Bedeutung von Biafra für das humanitäre System heute gefragt.

Veranstaltung im Auswärtigen Amt am 14. Januar
Diakonie Katastrophenhilfe und der Deutsche Caritasverband e.V./Caritas international laden mit Unterstützung von Deutschlandfunk Kultur zu einer von Friederike Sittler (Deutschlandfunk Kultur) moderierten Veranstaltung "Humanitäre Hilfe 50 Jahre nach Biafra – Bedeutung und Folgen für unser Engagement heute" ein. Eine Aufzeichnung der Diskussion ist am 19. Januar von 1.05 bis 2.00 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Dienstag, 14. Januar 2020, 10.30 Uhr-12.30 Uhr, Registrierung ab 10 Uhr (nur mit Anmeldung)
Auswärtiges Amt (Eingang Unterwasserstr. 10, Berlin / Europasaal)

Mehr Informationen und obligatorische Anmeldung unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/veranstaltungen/biafra

Ausgewählte Sendungen im Überblick:
Montag, 13. Januar, 18.30 Uhr, Weltzeit
Biafra 50 Jahre danach – Nigeria ist nicht befriedet

Dienstag, 14. Januar, 18.30 Uhr, Weltzeit
50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe – Weiße Retter und teure Almosen

Mittwoch, 15. Januar, 9.05 Uhr, Im Gespräch
Mit Hannelore Hensle, ehemals Leiterin der Katastrophenhilfe der Diakonie, beteiligt an der Organisation der Luftbrücke nach Biafra

Mittwoch, 15. Januar, 18.30 Uhr, Weltzeit
Geschäftsideen statt Hilfsprogramme – Neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit

Mittwoch, 15. Januar, 19.30 Uhr, Zeitfragen. Feature – Kultur und Geschichte
Die Macht der Bilder – Biafra, der Bürgerkrieg und die westliche Welt 

Donnerstag, 16. Januar, 18.30 Uhr, Weltzeit 
Afrikanische Bildungsoffensive – Eliteschulen für alle

Sonntag, 19. Januar, 1.05 Uhr, Diskurs
Biafra und die Folgen für die humanitäre Hilfe (Aufzeichnung, s.o.)

Die Beiträge der Themenwoche werden unter www.deutschlandfunkkultur.de auf einer Themenseite gebündelt.

Denkfabrik im Deutschlandradio 
Die Schwerpunktwoche findet im Rahmen der Denkfabrik im Deutschlandradio statt. Mit der Denkfabrik bietet der bundesweite Hörfunk einen Raum für die großen gesellschaftlichen Debatten. In diesem Jahr setzen sich die Deutschlandradio-Programme in Beiträgen, Sendereihen, Diskussionen und Veranstaltungen mit dem Schwerpunktthema "Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘" auseinander. An der Abstimmung über das diesjährige Denkfabrik-Thema hatten sich 17.000 Hörerinnen und Hörer beteiligt.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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