Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

80 Milliarden Euro für Portugal

EU spannt erneut den Rettungsschirm auf

EU-Sorgenkind Portugal bittet um Milliardenhilfen (picture alliance / dpa)
EU-Sorgenkind Portugal bittet um Milliardenhilfen (picture alliance / dpa)

Die EU-Finanzminister sind sich einig: Nach Griechenland und Irland soll nun auch Portugal EU-Gelder zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen erhalten. Die Notkredite aus dem EU-Hilfsprogramm sind an strenge Auflagen gebunden.

Erst gestern hatte Portugal die EU um Hilfe gebeten. Heute haben die EU-Finanzminister auf ihrem Treffen im ungarischen Gödöllö die ersten Weichen für die Rettung Portugals gestellt. Wie EU-Finanzkommissar Olli Rehn bekanntgab, sollen die Portugiesen rund 80 Milliarden Euro aus dem EU-Hilfsprogramm erhalten.

Als Gegenleistung für die Kredite sollen die Südeuropäer harte Bedingungen erfüllen. Neben einem harten Sparprogramm, Arbeitsmarktreformen und Privatisierungen gehören dazu auch Maßnahmen zur Rettung des Bankensektors.

Wie der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker erklärte, sollen die genauen Bedingungen der Kreditvergabe an Portugal bis Mitte Mai ausgehandelt und von den EU-Finanzministern beschlossen werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, hatte Portugals Antrag auf Hilfen begrüßt. Dies trage zur Beruhigung der Märkte bei, sagte Kemmer im Deutschlandfunk. Gleichzeitig räumte er ein, dass es bei den betroffenen Ländern langfristig Problem bei der Rückzahlung ihrer Schulden geben könnte. Darauf sollten sich auch die deutschen Banken heute schon einstellen.

Rettungsschirm "Quatsch"

Der Wirtschaftswissenschaftler Max Otte lehnt den europäischen Rettungsschirm ab. Er halte überhaupt nichts von den Rettungsaktionen für verschuldete Staaten, sagt Otte im Deutschlandradio Kultur.

Euro in der Krise - dradio.de-Sammelportal


Zu Portugals Finanznöten:

Erweiterter Euro-Rettungsschirm steht - von Regierungskrise in Portugal überschattet

Sparkurs spaltet Portugal

Seufert: Portugal will Finanzkrise aus eigener Kraft bewältigen

Zur griechischen Finanzkrise:

"Besser ein Ende mit Schrecken" - FDP-Finanzpolitiker Luksic über Griechenlands Schuldenkrise

Bundestag genehmigt Griechenland-Hilfe

Griechisches Parlament segnet Sparpaket ab

Griechenland auf Sparkurs

Griechenland zwischen Schuldendruck und Sparvorgaben

Ökonomin: Griechenland-Sanierung nicht auf Schuldenabbau reduzieren

Scheer (SPD): Rettungspaket ist "vollständig unzulänglich"

Zur Finanzkrise Irlands:

EU begrüßt Sparprogramm der Regierung in Dublin

Irland bittet um Finanzhilfe

Irland schlüpft unter den Rettungsschirm

EU-Mitglied Irland in Nöten

Juncker hält EU-Hilfe nur mit zusätzlichen Sparmaßnahmen in Irland für möglich

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 18:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 17:05 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 18:00 Uhr Update

Aus unseren drei Programmen

Flüchtlingspolitik"Wir brauchen eine Lösung an der EU-Außengrenze"

Eine fünfköpfige Gruppe läuft im Morgengrauen über eine Landstraße. Im Hintergrund Felder, Wiesen und Bäume. (AFP/Sakis MITROLIDIS)

Schnelle Asylverfahren auch an den EU-Außengrenzen und Absprachen mit den Herkunftsländern sind nach Ansicht von Politikberater Gerald Knaus Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Flüchtlingspolitik. Darüber werde nicht genug geredet, sagte er im Dlf. Knaus gilt als Ideengeber für das EU-Türkei-Abkommen.

Cem Özdemir"Von einer fairen Wahl in der Türkei kann nicht gesprochen werden"

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir (dpa-Bildfunk / Paul Zinken)

In der Türkei hat Recep Tayyip Erdogan nach offiziellen Angaben die Präsidentschaftswahl gewonnen. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sagte im Dlf, die wirklichen Zahlen würden wir nie erfahren. Jetzt, wo Erdogan die absolute Macht habe, sei es fraglich, wie es überhaupt noch einmal faire Wahlen geben könne.

BildungspolitikWir müssen die Universität für alle öffnen

Studentinnen und Studenten sitzen im Hörsaal einer Universität. (imago/Future Image)

Warum sollte eine ausgebildete Krankenschwester weniger geeignet für ein Medizinstudium sein, nur weil ihr das Abitur fehlt? Der Schriftsteller Ulrich Woelk fordert, bei der Vergabe von Studienplätzen eher auf Kernkompetenzen zu achten als auf Schulnoten.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Argentinien  Generalstreik legt öffentliches Leben weitgehend lahm | mehr

Kulturnachrichten

Apartheid-Fotograf David Goldblatt gestorben | mehr

 

| mehr