Afghanischer Rebellenführer fordert Widerstand

Hekmatjar begrüßt Aufstand der Schiiten im Irak

Der afghanische Rebellenführer Gulbuddin Hekmatjar (AP)
Der afghanische Rebellenführer Gulbuddin Hekmatjar (AP)

Der afghanische Rebellenführer Gulbuddin Hekmatjar hat zum Volksaufstand gegen die internationalen Streitkräfte in seinem Land aufgerufen. In einer Erklärung begrüßt Hekmatjar den Widerstand der Schiiten im Irak.

Der Aufstand des Schiitenführers Moktada el Sadre und seiner Anhänger sei "ein gutes Vorzeichen" dafür, dass Iraks Bevölkerung der Besatzung ein Ende setzen werde, hieß es in der Erklärung, die am Sonntag bei verschiedenen Lokalzeitungen in der pakistanischen Stadt Peshawar einging.

"Die afghanische Nation wird sich auflehnen"

"Die afghanische Nation wird sich auch gegen die Besatzungstruppen auflehnen und ihr Land von Eindringlingen befreien." Seine Anhänger sollten versuchen, "noch vor den Irakern die Souveränität zu erlangen".

Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (AP)Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (AP)Ein leitender Mitarbeiter der Lokalzeitung "Wahdat" erklärte, die Unterschrift des Milizenführers unter der Erklärung sei echt. Wann der Aufruf entstand, ist allerdings nicht klar. Auch sei nicht nachvollziehbar, wo die Erklärung, die als Fax einging, abgeschickt worden war.

USA suchen Hekmatjar

Der Rebellenführer und frühere afghanische Ministerpräsident Hekmatjar gilt als Hauptgegner der Regierung von Präsident Hamid Karsai. In den 80er Jahren kämpfte er als Führer der Organisation Hesb-i-Islami gegen die sowjetischen Truppen. Er gehört zu den meistgesuchten Männern der USA.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:05 Uhr