Angriff auf Kunstwerke und Antiken auf der Museumsinsel Recherche von Deutschlandfunk und DIE ZEIT zu weitreichenden Beschädigungen am Einheitsfeiertag

Nach Recherchen von DIE ZEIT und Deutschlandfunk wurde am 3. Oktober 2020 auf der Berliner Museumsinsel einer der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands verübt. ...

Ein oder mehrere unbekannte Täter bespritzten mindestens 70 Objekte im Pergamonmuseum, im Neuen Museum, in der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten mit einer öligen Flüssigkeit, die sichtbare Flecken auf ägyptischen Sarkophagen, Steinskulpturen und Gemälden des 19. Jahrhunderts hinterließ.

Mehr als zwei Wochen lang wurden darüber weder die Öffentlichkeit noch andere möglicherweise gefährdete Museen informiert. Auf Anfrage von ZEIT und Deutschlandfunk bestätigten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Polizei Berlin Beschädigungen an Ausstellungsobjekten und ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung. Zu den Motiven ist bisher nichts bekannt. Zu den Details des Anschlags berichtet DIE ZEIT in ihrer kommenden Ausgabe und der Deutschlandfunk in der Sendung "Kultur heute" am Mittwoch (21. Oktober, 17.35 Uhr).

Der Verschwörungsideologe Attila Hildmann hatte im August und September auf seinem öffentlichen Telegram-Kanal verbreitet, dass sich in dem zu diesem Zeitpunkt noch Corona-bedingt geschlossenen Pergamonmuseum der "Thron des Satans" beherberge und es das Zentrum der "globalen Satanisten-Szene und Corona-Verbrecher" sei.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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