Assange aus der Haft entlassen

Zivilgericht entscheidet zugunsten des WikiLeaks-Gründers

WikiLeaks-Gründer Julian Assange unmittelbar nach seiner Freilassung. (AP)
WikiLeaks-Gründer Julian Assange unmittelbar nach seiner Freilassung. (AP)

Der Gründer der Internet-Plattform WikiLeaks, Julian Paul Assange, ist nach Zahlung einer Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Das oberste britische Zivilgericht wies heute einen Einspruch Schwedens gegen seine vorläufige Haftentlassung zurück.

Zehn Tage lang hatte Assange weitgehend isoliert in einem Gefängnis südwestlich von London gesessen. Am Mittwoch hatte ein Richter seine Freilassung angeordnet, weil keine Fluchtgefahr bestehe, doch die Staatsanwaltschaft widersprach, angeblich im Namen der schwedischen Strafverfolger. Dieser Einsprung wurde am Donnerstag vom obersten britischen Zivilgericht zurückgewiesen. (Deutschlandfunk, "Informationen am Abend", MP3-Audio)

Nach seiner Entlassung ist der WikiLeaks-Gründer an zahlreiche Auflagen gebunden: Er muss eine elektronische Fussfessel tragen und sich die meiste Zeit auf dem Landsitz eines Freundes Nordosten von London aufhalten.

Assange wird vorgeworfen, mehrere Frauen sexuell belästigt zu haben.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr