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Ausbildungspakt bis 2010 verlängert

Kritik der Gewerkschaften

Auszubildender zum Heizungsbauer in einer Werkstatt der Handwerkskammer Stuttgart (AP)
Auszubildender zum Heizungsbauer in einer Werkstatt der Handwerkskammer Stuttgart (AP)

Die Bundesregierung und die Wirtschaft haben den Ausbildungspakt um drei Jahre bis 2010 verlängert. Die Spitzenverbände der Wirtschaft sagten zu, die Zahl der neuen Ausbildungsplätze von jährlich 30.000 auf 60.000 zu verdoppeln.

Für schwer vermittelbare Jugendliche sollen 40.000 Praktikumsplätze geschaffen werden, die von der Bundesregierung monatlich mit jeweils rund 300 Euro gefördert werden. Zum Jahresende 2006 gab es in Deutschland rund 17.400 Bewerber ohne Ausbildungsplatz.

"Der Pakt ist ein großer Erfolg und hat in den letzten drei Jahren die Erwartungen übererfüllt", sagte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nach der Vertragsunterzeichnung in Berlin. Die Kooperation mit
der Wirtschaft sei die richtige Reaktion auf die demographischen Herausforderungen. Alleine werde der Pakt das Problem des Fachkräftemangels jedoch nicht lösen.

Die Gewerkschaften reagierten dagegen mit deutlicher Kritik. Der Ausbildungspakt sei kein geeignetes Instrument zur Lösung der strukturellen Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock im Deutschlandradio Kultur.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:21 Uhr