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Berlinale: Goldener Bär an "Die Milch des Leids" aus Peru

Regisseurin Claudia Llosa, Schauspielerin Magaly Solier, Regisseurin Maren Ade, Jury-Vorsitzende Tilda Swinton und die Birgit Minichmayr (AP)
Regisseurin Claudia Llosa, Schauspielerin Magaly Solier, Regisseurin Maren Ade, Jury-Vorsitzende Tilda Swinton und die Birgit Minichmayr (AP)

Der erste peruanische Beitrag bei einer Berlinale hat direkt den Goldenen Bären gewonnen. "La Tata Asustada" - auf Deutsch: "Die Milch des Leids" - wurde von der Jury einstimmig zum besten Film gewählt. Regisseurin Claudia Llosa erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau, die an den Folgen des peruanischen Bürgerkriegs zwischen 1980 und 2000 leidet.

Der Preis für die beste Regie ging an den Iraner Asghar Farhadi mit seinem Film "Alles über Elly".

Auch das deutsche Kino war erfolgreich: Der Film "Alle Anderen" von Maren Ade über die Beziehungsprobleme eines jungen Paars im Urlaub teilte sich mit der Tragikkomödie "Gigante" des Uruguayers Adrián Biniez den Großen Preis der Jury. Außerdem wurde "Alle Anderen"-Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr als beste Schauspielerin geehrt.

Der Silberne Bär für die beste männliche Hauptrolle ging an Sotigui Kouyate aus Mali für seine Rolle in dem Drama "London River".

"Es trifft immer den Film, den man nicht erwartet"

Durch eine originäre Filmsprache und die politische Intention habe es der peruanische Beitrag geschafft, danach habe die Jury die ganze Zeit gesucht, hatte Jury-Mitglied Christoph Schlingensief als Begründung für die Entscheidung gesagt.

Der Film erzähle von Legenden und habe gleichzeitig einen harten traumatischen Hintergrund. Ein finsterer und düsterer Film, so etwas gewinne auf der Berlinale fast immer, so Peter Körte, stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

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