Bewährungsstrafe für Ex-Postchef Zumwinkel

Verurteilung wegen Steuerhinterziehung

Ex-Postchef Klaus Zumwinkel muss nicht ins Gefängnis (AP)
Ex-Postchef Klaus Zumwinkel muss nicht ins Gefängnis (AP)

Ex-Postchef Klaus Zumwinkel muss nicht ins Gefängnis: Das Landgericht Bochum verurteilte ihn wegen Steuerhinterziehung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Außerdem muss Zumwinkel eine Million Euro Geldbuße zahlen.

Das Urteil entspricht weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung sprach in ihrem Plädoyer von einer medialen Hinrichtung Zumwinkels und forderte eine deutlich mildere Strafe.

Richter Wolfgang Mittrup sagte, dem Manager sei sein umfassendes Geständnis zugute gekommen, in dem er auch Reue gezeigt habe. Zumwinkel hatte zu Prozessbeginn am Donnerstag die Steuerhinterziehung als "größten Fehler meines Lebens" bezeichnet.

Zumwinkel hatte gestanden, zwischen 2002 und 2006 knapp 970.000 Euro über eine Stiftung in Liechtenstein hinterzogen zu haben. Der Vorsitzende Richter wies im Vorfeld gegenüber der Nachrichtenagentur dpa Spekulationen über eine Absprache des Strafmaßes zurück.

Der frühere Chef des Versandhauses Quelle führte seit 1990 die Deutsche Bundespost, die er im Jahr 2000 als Deutsche Post AG an die Börse brachte. Wegen der Vorwürfe gab Zumwinkel sein Amt auf und verlor auch seine Aufsichtsratsmandate.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr