Biden: USA brauchen weiteres 700 Milliarden-Paket

Obama begrüßt Hilfe für Autoindustrie

Bush  will Autobranche stützen.  (AP)
Bush will Autobranche stützen. (AP)

Die US-Wirtschaft braucht nach Einschätzung des designierten Vizepräsidenten Joe Biden ein weiteres Konjunkturpaket im Umfang von bis zu 700 Milliarden Dollar. Nur so könne ein völliger Absturz der Wirtschaft verhindert werden, die in einen weit schlechteren Zustand sei als erwartet, wird Biden vom US-Fernsehsender ABC zitiert.

Zuvor hatte der künftige Präsident Barack Obama in Chicago die von Amtsinhaber George W. Bush gewährten Kredite in Höhe von 17,4 Milliarden Euro für die Autoindustrie begrüßt. Die Chance zur Reform schlechter Management-Praktiken dürfe aber nicht verspielen, warnte Obama. Die Geduld der Amerikaner gehe zu Ende.

US-Präsident Bush verlangte für die gewährten Hilfen tragfähige Sanierungspläne von den Konzernen. Der Opel-Mutterkonzern General Motors hatte für Dezember und Januar einen Finanzbedarf von 9,4 Milliarden Dollar angemeldet. Chrysler wollte zunächst vier Milliarden Dollar in Anspruch nehmen. Der Autobauer Ford verzichtet vorerst auf die Überbrückungshilfen. Das Geld stammt aus dem aus dem US-Banken-Rettungsfonds. Der Senat hatte bereits ein eigenes Maßnahmenpaket zur Stützung der Autobranche abgelehnt.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:31 Uhr