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Blutiger Machtkampf in Kenia

Odinga will sich zum Gegenpräsidenten ausrufen lassen

Sicherheitskräfte gehen in einem Slum bei Nairobi gegen Oppositionelle vor. (AP)
Sicherheitskräfte gehen in einem Slum bei Nairobi gegen Oppositionelle vor. (AP)

In Kenia dauern die Unruhen nach dem umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mwai Kibaki an. Ausschreitungen werden vor allem aus der Heimatprovinz von Oppositionsführer Raila Odinga und den Armenvierteln der Hauptstadt Nairobi gemeldet. Es soll zahlreiche Tote und Verletzte gegeben haben. An strategisch wichtigen Punkten wurden Mannschaftswagen der Polizei postiert.

Trotz eines Versammlungsverbots hat die Opposition eine Kundgebung geplant, auf der sich Odinga zum Gegenpräsidenten ausrufen lassen will. Er hatte bei der Stimmenauszählung lange Zeit vorn gelegen und wirft der Regierung Wahlbetrug vor.

Kibaki hatte laut Wahlkommission 231.728 Stimmen mehr erhalten als Odinga. Bereits kurz nach der Verkündung des Ergebnisses wurde Kibaki am Sonntag für seine zweite Amtszeit vereidigt. Odinga forderte den Präsidenten auf, den Willen des Volkes zu respektieren. Nach den letzten vorläufigen Ergebnissen hatte Odinga einen hauchdünnen Vorsprung von 38.000 Stimmen

Kritisch äußerte sich der deutsche Leiter der EU-Wahlbeobachter, Alexander Graf Lambsdorff. Mitglieder der Delegation seien an mehreren Auszählungszentren abgewiesen worden. "Über der Auszählung steht ein großes Fragezeichen", sagte Lambsdorff.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:27 Uhr

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