Startseite > Presse > Pressemitteilungen > Beitrag vom 24.05.2019

CIVIS-Preis für Feature von Deutschlandfunk Kultur

Für ihr Radiofeature „Bella Palanka – Abgeschoben ins serbische Nirgendwo“ erhielt die Autorin Johanna Bentz den CIVIS-Medienpreis in der Kategorie „Audio lang“

Nach einer Haftstrafe von mehr als drei Jahren schiebt Deutschland "kriminelle Ausländer" in ihre Herkunftsländer ab. ...

Doch was, wenn dort kein Zuhause mehr zu finden ist? Emrah Gradina, 28, muss sich ein neues Leben in Serbien aufbauen.

22 Jahre seines Lebens hat er in Deutschland verbracht, spricht nur gebrochen serbisch und ist nun völlig auf sich allein gestellt. Das Feature macht Emrah zum Erzähler seines Lebens. Es zeigt Versuche eines Neuanfangs, spart aber auch seine schwierige Vergangenheit in Deutschland nicht aus.

Bella Palanka entstand parallel als Dokumentarfilm und als Radiofeature und setzte in beiden Formaten unterschiedliche Akzente. 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Bella Palanka" als TV-Premiere im Rahmen der Reihe "Ab 18!". Das Projekt verdankt sich einer Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals doxs! – dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche, ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin.

Der CIVIS-Medienpreis zeichnet jedes Jahr die besten Programme zum Thema Migration, Integration und kulturelle Vielfalt in Europa aus. Aus einer Vielzahl von Einreichungen wurde unser Feature während einer TV-Gala zum Preisträger der Kategorie "Audio lang" gekürt.

Bella Palanka – Abgeschoben ins serbische Nirgendwo
von Johanna Bentz ist eine Produktion von Deutschlandfunk Kultur aus dem Jahr 2018.

Mit: Lisa Hrdina, Alexander Ebeert, Nico Holonics, Ralf Bei der Kellen, Robert Kottkamp, Julius Stucke
Redaktion: Ingo Kottkamp
Regieassistenz: Felix Lehmann
Ton: Martin Eichberg
Regie: Johanna Bentz Länge: 54‘22

Den Civis Audio Special-Preis "Audio Special Fußball und Integration" gewann das Deutschlandfunk-Feature "Ein Rom träumt von der Champions League – die ungarische Fußball-Legende Istvan Mezei" von Mirko Schwanitz.

In dem ausgezeichneten Feature geht es um den Fußballaktivisten Istvan Mezei, der die erste Roma-Mannschaft Ungarns gründete. Als es in den 90er-Jahren in Osteuropa zu Gewaltexzessen gegen Roma kam, veranstaltete er Fußballturniere zwischen Polizei und Roma.

Heute organisiert Mezei eine von ihm gegründete Roma-Jugendliga mit mehr als 6.000 Mitgliedern, kämpft gegen Diskriminierung und tritt für einen Dialog zwischen Polizei und Roma ein. 

"Die Lebensgeschichte eines Fußballverrückten – und sein andauernder Kampf gegen Diskriminierung. Glaubwürdig und nachvollziehbar – handwerklich brillant", lobt die Jury. Das Feature zeige die Integrationskraft des Fußballs und öffne eine Welt, die man so nicht kenne.

Ein Rom träumt von der Champions League – die ungarische Fußball-Legende Istvan Mezei von Mirko Schwanitz.
Eine Produktion von Deutschlandfunk aus dem Jahr 2018.

Mit Martin Seifert, Roland Hemmo, Stefan Kaminski und Nadja Schulz-Berlinghoff
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Redaktion: Wolfgang Schiller
Ton: Thomas Monnerjahn
Länge: 44‘00

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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