"Das Kapital" – Politische Ökonomie im 21. Jahrhundert Im Deutschlandfunk werden Aktualität und Grenzen der Marx'schen Theorie analysiert

mit Beiträgen von Wagenknecht, Streeck, Greffrath, Quante, Mason, Misik

Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und Politiker Karl Marx in einer Aquatinta-Radierung von Werner Ruhner "Karl Marx in seinem Arbeitszimmer in London". Marx verfasste 1848 zusammen mit Friedrich Engels das "Kommunistische Manifest". Er ist der Begründer des modernen dialektisch-materialistischen Sozialismus, des Marxismus, aus dem heraus sich die Sozialdemokratie und der Kommunismus entwickelt haben. Marx wurde am 5. Main 1818 in Trier geboren und starb am 14. März 1883 in London. (picture alliance / dpa)
Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und Politiker Karl Marx in einer Aquatinta-Radierung von Werner Ruhner "Karl Marx in seinem Arbeitszimmer in London". (picture alliance / dpa)

Ab dem 13. November wird an sechs Sonntagen in der Reihe "Essay und Diskurs" von Soziologen, Publizisten, Philosophen und einer Politikerin darüber gesprochen, ob "Das Kapital" im Zeitalter des globalisierten Turbokapitalismus noch aktuell ist oder ob sich die Theorie von der heutigen Praxis weit entfernt hat.

Die Autoren ziehen Linien in die Gegenwart – nicht marxologisch, nicht akademisch, sondern um die Brauchbarkeit anhand von Gegenwartsbeobachtungen zu untersuchen.

Ein Jahr vor Marx‘ 200. Geburtstag, in Zeiten der multiplen Krise der Weltwirtschaft, in der Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus von Sozialisten bis hin zu Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert werden, scheint der richtige Zeitpunkt zu sein, um "Das Kapital" mit dem Untertitel "Kritik der politischen Ökonomie" noch einmal zu lesen.

Marx dekonstruiere die Begriffe, mit denen der kapitalistische Mechanismus begriffen – oder verdeckt werden könne. Mit dem Eintreten des Massenwohlstands, dem ›Ende der Arbeiterklasse und dem Zusammenbruch des Kommunismus‹, wurden Marx‘ Theorien als überholt abgestempelt. Die Lektüre aber schärfe den Blick für die systemischen Ungerechtigkeiten und Krisenhaftigkeit des Kapitalismus, so Mathias Greffrath, der in die Reihe einführen wird.

Jeweils sonntags zwischen dem 13. November und 18. Dezember ab 9.30 Uhr in der Sendereihe "Essay und Diskurs" wird einer der Autoren, Matthias Greffrath, Wolfgang Streeck, Michael Quante, Paul Mason, Sahra Wagenknecht und Robert Misik, zu Wort kommen. Ihren Blick richten sie auf die politischen Möglichkeiten der Gegenwart, denn darauf, so Marx, kommt es an: die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern.

Im Frühjahr 2017 erscheint das Buch der Reihe, ergänzt um zwei weitere Essays von Etienne Balibar und David Harvey, im Anje Kunstmann Verlag.

Weitere Informationen:

deutschlandfunk.de/das-kapital-1-6

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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